Halbzeit 2021

Werra-Meißner-Kreis: Weniger Arbeitslose und mehr offene Stellen im Kreis

Arbeitslosenzahlen der Agentur für Arbeit von Juni 2021
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Arbeitslosenzahlen Juni 2021

Weniger Arbeitslose und mehr offene Stellen als noch Ende Januar 2021 – das ist die Halbjahresbilanz des Arbeitsmarktes im Werra-Meißner-Kreis.

Werra-Meißner – Damit hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den Altkreisen Eschwege und Witzenhausen im Laufe der vergangenen Monate entspannt, wie die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung bestätigt.

Die Arbeitslosenquote lag Ende Januar noch bei sechs Prozent, wie Cornelia Harberg, Pressesprecherin für den Bezirk Kassel mit der Stadt und dem Landkreis Kassel sowie dem Werra-Meißner-Kreis, zu Beginn des Jahres noch meldete. In den vergangenen Monaten sank die Quote im Werra-Meißner-Kreis dann jedoch allmählich bis nun Ende Juni ein Wert von 5,3 Prozent gemeldet wurde. Damit waren im Januar noch 3145 Menschen bei der Agentur arbeitslos gemeldet. Im April sank die Zahl erstmals mit 2961 wieder auf unter 3000, während es inzwischen 2768 sind – und damit knapp zwölf Prozent (377 Personen) weniger als im Januar.

Gestiegen ist dafür die Zahl der offenen Arbeitsstellen im Werra-Meißner-Kreis: von 534 im Januar auf 742 im Juni. Schnitt der Januar sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr noch schlechter ab (545 und 570 Stellen), kehrte sich der Trend spätestens ab April ins Gegenteil um. 657 offene Stellen meldete die Agentur – 240 mehr als noch im Vorjahr. Im Juni (742) waren es dann sogar 304 offene Stellen mehr als noch 2020.

„Es werden vor allem Fachkräfte in Vollzeit für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen gesucht“, erläutert Agenturchef Detlef Hesse und fügt hinzu: „Den größten Bedarf melden der Handel, das Gesundheits- und Sozialwesen, das verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe sowie vor allem Zeitarbeitsfirmen.“

Ende Januar sagte Agenturchef Detlef Hesse noch: „Angesichts der schwierigen Lage können wir mit dem Arbeitsmarkt immer noch zufrieden sein.“ Inzwischen bilanziert er: „Seit Beginn der Pandemie hat sich der regionale Arbeitsmarkt sehr robust gezeigt.“ Das schreibe er vor allem der großen Nutzung des Kurzarbeitsgeldes zu. Außerdem fügt er hinzu: „Sofern nicht ein neuer Lockdown während einer vierten Welle im Herbst das Krisenende verzögert, lässt sich das vorläufige Resümee ziehen, dass diese historische Herausforderung von allen Akteuren sehr gut gemeistert wurde.“

Von Hanna Maiterth

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