Im Werra-Meißner-Kreis wird mit Abstand am wenigsten verdient

Arm, aber schön: : Die Menschen im Werra-Meißner-Kreis haben mit großem Abstand das niedrigste Bruttolohn und -gehaltsniveau in Hessen. Mit nur 30 100 Euro pro Kopf und Jahr wird in der Region unter Arbeitern und Angestellten am wenigsten verdient.

Der Werra-Meißner-Kreis bildet hessenweit das Schlusslicht bei den Bruttolöhnen- und gehältern.

Wie das Statistische Landesamt jetzt mitteilt, hatten die Menschen im Jahr 2017 im Werra-Meißner-Kreis mit durchschnittlich 30.100 Euro Bruttojahresesverdienst das geringste Pro-Kopf-Einkommen in Hessen überhaupt.

Damit liegt der nordhessische Landkreis 20 Prozent unter dem hessischen Landesdurchschnitt, der bei 37 000 Euro Bruttoeinkommen jährlich liegt. Ähnlich abgeschlagen sind der Rheingau-Taunus-Kreis, der Odenwaldkreis und der Vogelsbergkreis.

Insgesamt aber sind die Bruttolöhne und -gehälter in Hessen nach Angaben des Statistischen Landesamtes 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf durchschnittlich 37.600 Euro pro Jahr gestiegen. Ganz vorn liegt hier der Hochtaunuskreis mit einem Zuwachs von 1203 Euro (plus 3,1 Prozent), gefolgt vom Landkreis Kassel, wo die Menschen 2017 im Durchschnitt 1084 Euro (plus 3,0 Prozent) mehr verdienten und dem Kreis Waldeck-Frankenberg mit 1005 Euro (plus 3,1 Prozent) Zuwachs. Absolut liegen die Bruttolöhne aber auch in Kassel mit 35.000 Euro und Waldeck-Frankenberg mit 33.000 Euro eher im unteren Bereich der Skala.

Städte besser gestellt

Generell eine bessere Einnahmesituation haben die Menschen in den kreisfreien Städten in Hessen. Dort liegen die Pro-Kopf-Einkommen mit 42.000 Euro 4600 über dem Landesdurchschnitt. In den Landkreisen hingegen liegt der durchschnittliche Bruttoverdienst deutlich niedriger: bei 34.800 Euro und damit 2800 unterm Durchschnitt in Hessen.

Die höchsten Bruttolöhne und -gehälter, die mit 21 Prozent über dem hessischen Mittel liegen, werden in der Mainmetropole Frankfurt verdient. Hier liegt der Durchschnittsbruttoverdienst bei 45.300 Euro pro Kopf, was laut der Behörde an der Vielzahl hochproduktiver und unternehmensnaher Dienstleistungen und vielen Unternehmenszentralen liegt. Gefolgt wird Frankfurt von Darmstadt mit 40.800 Euro und dem Main-Taunus-Kreis mit 40.700 Euro pro Kopf und Jahr.

Insgesamt hat das Landesamt ermittelt, dass die höchsten Löhne und Gehälter im produzierenden Gewerbe erzielt werden, wie in Darmstadt mit 54.800 Euro.

Ausführliche Analysen und Bewertungen zum Lohn- und Gehaltsniveau im Werra-Meißner-Kreis lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.

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