Werra-Meißner: Menschen verfügen hier über weniger Geld

Werra-Meißner. Die Einwohner im Werra-Meißner-Kreis haben weniger Einkommen zur Verfügung als im Rest des Landes und im gesamten Bundesgebiet.

Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes Hessen hervor. Demnach beträgt das verfügbare Einkommen im Kreis durchschnittlich rund 19.300 Euro pro Jahr. In Hessen sind es 21.600 Euro, in Deutschland etwa 21.100.

Der Berechnung zu Grunde gelegt wurde das sogenannte verfügbare Einkommen. „Das ist nicht zu verwechseln mit Löhnen und Gehältern“, sagt Sanyel Arikan vom Hessischen Statistischen Landesamt. Das verfügbare Einkommen ist eine Nettoeinkommensgröße, die sowohl Einkommen aus unselbstständiger Arbeit als auch Einkünfte aus freiberuflicher oder unternehmerischer Tätigkeit sowie Vermögenseinkünfte beinhaltet, so die Erklärung der Statistiker. Hinzu kommen aber auch Sozialtransfers wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und andere staatliche Leistungen. Abgezogen wiederum sind Steuern und Sozialbeiträge. „Es ist also das Geld, das Mann und Frau tatsächlich für ihre Bedürfnisse, von der Miete, über Kredite, fürs Essen, Kleidung, Urlaub, Sparen und so weiter ausgeben oder anlegen können“, sagt Arikan. Und hier relativiere sich der statistische Wert aus dem Werra-Meißner-Kreis schon wieder.

„Die Lebenshaltungskosten in unserer Region sind natürlich wesentlich niedriger als in Ballungszentren“, sagt Siegfried Rauer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Die Kosten fürs Wohnen seien nicht mit Großstädten oder Ballungszentren vergleichbar. Am meisten Geld stand zuletzt den Bürgern der baden-württembergischen Stadt Heilbronn zur Verfügung; sie konnten im Schnitt 41.700 Euro ausgeben. Dahinter folgten die bayerischen Landkreise Starnberg (35.000 Euro) und München (30.000 Euro). Schlusslicht der Statistik ist Gelsenkirchen.

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