385 Babys bis Mitte Dezember im Kreis geboren

Werra-Meißner: Mila, Liam und Oskarsind beliebteste Namen

Werra-Meißner. Mila war 2017 der beliebteste weibliche Vorname im Werra-Meißner-Kreis. Bei den Jungen teilen sich laut der Statistik des Standesamts Eschwege, das alle Geburten im Klinikum Werra-Meißner beurkundet, zwei Namen den ersten Rang: Liam und Oskar.

Von den 385 Babys, die bis Mitte Dezember geboren wurden, haben 80 einen zweiten Vornamen erhalten, acht sogar noch einen dritten. Kinder mit mehr als drei Vornamen wurden laut den Standesbeamtinnen Sylvia Hähnel-Siewert und Doris Diete in diesem Jahr bisher noch nicht registriert.

Dass insbesondere Kinder adliger Familien traditionell mehrere Namen erhalten, diese Erfahrung hat Petra Hansen nicht gemacht. Allerdings sind die altdeutschen Namen wie Johann, Johanna, Georg, Greta, Romi und Luise laut der Erzieherin, die in der Kindertagesstätte Pusteblume in Waldkappel-Bischhausen arbeitet, wieder im Kommen. „Das liegt daran, dass es wieder Mode ist und weniger daran, dass die Kinder tatsächlich nach ihren Großeltern benannt werden.“ Dass sie mehrere Kinder mit demselben Namen in einer Gruppe haben, komme jedoch eher selten vor.

In solchen Fällen würden die Kinder immer mit ihrem Nachnamen gerufen. „Diese Kinder lernen ihren Nachnamen früher kennen als andere“, sagt die Erzieherin. Und auch die anderen Kinder würden in solchen Fällen das Nennen von Vor- und Nachnamen von den Erzieherinnen übernehmen. Hätten die Kinder einen Doppelnamen, würde dieser auch zusammen gerufen, wie Lara-Lotte.

Dem oft bemühten Klischee, dass man Namen häufig einer bestimmen Gesellschaftsschicht zuordnen könne, widerspricht Hansen: „Ich kenne Mandys, die Professor sind, und kenne auch welche, die beruflich weniger erfolgreich sind.“ Ob jemand Karriere macht oder nicht, sei definitiv nicht namensabhängig. 

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