Hessen Forst passt Gebühren an – Teils fünfstellige Erhöhung

Werra-Meißner: Pflege der Wälder wird für Kommunen teurer

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Werra-Meißner. Hessen Forst hebt die Kosten an, die sie den Kommunen für die Pflege von deren Wäldern in Rechnung stellt.

Bis 2025 sollen die jährlich um vier Prozent steigen – was in der ein oder anderen Kommune eine Kostensteigerung in fünfstelliger Höhe nach sich zieht.

So geht Bad Sooden-Allendorf als größter kommunaler Waldbesitzer im Kreis davon aus, dass im Haushalt für das Jahr 2021 insgesamt 105.000 Euro für die sogenannten Beförsterungskosten bereitgestellt werden müssen – im vergangenen Jahr waren es noch 76.000 Euro. Knapp 2000 Hektar gibt es hier zu betreuen, wovon gut 1500 Hektar in Hessen und der Rest in Thüringen liegen. „Aber auch dafür sind wir zuständig“, sagt Günter Groß vom Forstamt Hessisch Lichtenau. Insgesamt pflege das knapp 4000 Hektar an kommunalem Wald. Ob diese Kostensteigerung im Haushalt dazu führt, dass sich die Stadt Bad Sooden-Allendorf wieder selbst um die Pflege ihres Waldes kümmert oder ein anderes Unternehmen beauftragt, ist noch ungeklärt: „Mit Sicherheit wird die aber diskutiert.“

Anders sieht das in Berkatal aus. Mit 105 Hektar, von denen gut 70 zu bewirtschaften sind, habe man relativ wenig eigenen Wald, sagt Bürgermeister Friedel Lenze. „Die Zusammenarbeit mit Hessen Forst klappt, ein anderer Dienstleister kommt für uns erst einmal nicht in Betracht.“ Bislang gebe es einen jährlichen Ertrag von 4000 Euro, durch die Neuregelung falle der dann in spätestens vier Jahren weg.

Dass es diese überhaupt gibt, liegt laut Dietrich Bräuer vom Forstamt Wehretal an einer Anpassung des hessischen Waldgesetzes. Bislang sollen die erhobenen Gebühren die Kosten nicht gedeckt haben, was sich nun ändern soll.

Privatbesitzer sind von der Änderung nicht betroffen. Die für sie zu zahlenden Kosten waren bereits vor zwei Jahren erhöht worden. 

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