Kreis soll überörtlich eingesetztes Feuerwehrgerät stärker fördern

Werra-Meißner: Ruf nach mehr Geld für Drehleitern wird lauter

Werra-Meißner. Der Unmut in den Kommunen steigt: Zehn Prozent steuert der Landkreis zur Anschaffung von Feuerwehrgeräten bei - zu wenig finden einige Kommunalpolitiker und fordern mehr Fördergeld.

Die Unzufriedenheit darüber, dass die großen Städte im Werra-Meißner-Kreis ihre Spezialfahrzeuge der Feuerwehr, insbesondere die Drehleitern, auch über die Gemeindegrenzen hinaus einzusetzen haben, gleichwohl finanziell dafür nicht zusätzlich unterstützt werden, wächst. Die Kritik entzündet sich an den zehn Prozent, die der Landkreis generell beim Anschafffen von Feuerwehr-Fahrzeugen beiträgt.

War es zunächst die Kritik des CDU-Fraktionsvorsitzenden von Sontra, Marco Haukwitz, dass der Werra-Meißner-Kreis lediglich zehn Prozent zum Kauf einer 650.000 Euro teuren neuen Drehleiter beisteuern wolle, hingegen der Nachbarkreis Hersfeld-Rotenburg kürzlich 50 Prozent erstattet habe, muckte am Freitag ein ganzes Stadtparlament auf. Einstimmig beauftragten die Stadtverordneten Hessisch Lichtenaus den Magistrat, mehr Geld aus dem Kreishaushalt dafür auszuhandeln, wovon auch benachbarte Kommunen erheblich profitierten. Als Beispiele führen sie den Betrieb des Hallenbades und die Straßenbahnverbindung nach Kassel an, wofür die Stadt jährlich 310.000 Euro aufbringen müsse.

Und dann natürlich die Drehleiter der Feuerwehr: Der benachbarte Schwalm-Eder-Kreis stelle einen Zuschuss von 30 Prozent für Einsatzfahrzeuge in Aussicht, die überörtlich genutzt werden. Überdies, so erläuterte Bürgermeister Michael Heußner (CDU), überweise dieser Landkreis auch noch 1000 Euro pro Auswärts-Einsatz.

Der Werra-Meißner-Kreis unterstützt jede Auto-Anschaffung mit zehn Prozent, was eine „bessere Förderung“ sei als in anderen Landkreisen, die nur Fahrzeuge des überörtlichen Brandschutzes finanziell unterstützen, sagt Kreissprecher Jörg Klinge. Er warnt davor, die Förderungen pauschal zu vergleichen. Er sieht eher das Land Hessen als richtigen Ansprechpartner für mehr Förderung an.  

Rubriklistenbild: © dpa

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