Auch einige Kleiderkammern schon zu

Werra-Meißner: Sechs Unterkünfte für Flüchtlinge schließen

Werra-Meißner. Die anhaltend niedrige Zuweisungsquote von Flüchtlingen hat Auswirkungen auf die 42 Gemeinschaftsunterkünfte im Werra-Meißner-Kreis: einige Einrichtungen wurden bereits geschlossen.

Ende Mai wurde die Unterkunft in Netra, Ende Juni die im Eschweger Stadtteil Niddawitzhausen gekündigt und aufgelöst. Die dort lebenden Bewohner seien auf andere Gemeinschaftsunterkünfte verteilt worden. Dies teilte Kreissprecher Jörg Klinge jetzt auf Anfrage mit.

„Aufgrund der niedrigen Zuweisungsquote und des Abgangs in Wohnungen sind mittlerweile auch im Werra-Meißner-Kreis Überkapazitäten entstanden“, sagte Klinge. Die Quote sei Schwankungen unterworfen und liege auf „niedriger ein- bis zweistelliger Ebene“. Im dritten Quartal sollen die Gemeinschaftsunterkünfte in Herleshausen, im Großalmeröder Stadtteil Rommerode, Sontra „Niederstadt“ und Eschwege „Westring“ aufgelöst werden. „Weitere Schließungen sind dann in diesem Jahr nicht mehr geplant.“

Entsprechend gesunken ist auch der Bedarf an Kleidung, sodass bereits einige Kleiderkammern im Kreis wieder aufgelöst wurden. So hat die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hessisch Lichtenau mit Schließung der dortigen Erstaufnahmeeinrichtung im vergangenen Jahr ebenfalls ihre Pforten geschlossen.

Auch in Wanfried wurde die Kleiderkammer der evangelischen Kirche aufgelöst, als im Herbst abzusehen war, dass es keinen Bedarf mehr gibt. Die Kleidung wurde an das DRK weitergegeben. „Flüchtlingskinder bekommen in unserem Kleiderstübchen für Kinder weiterhin Kleidung, Spielzeug, Bücher und vieles mehr“, sagt Melitta Plafki vom Lokalen Bündnis für Familie der Stadt Wanfried. Es bestehe die Möglichkeit, zu tauschen oder einen kleinen Obolus zu entrichten. „Das Geld wird für die Ferienspiele gespendet.“ 

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