Derzeit keine Ernte möglich 

Werra-Meißner: Seit dem Wochenende mehr Regen als im gesamten Juli 2016

Werra-Meißner. Der Dauerregen will einfach nicht aufhören. Auch im Werra-Meißner-Kreis ist seit dem Wochenende 67 Millimeter Regen gefallen, sagt der Witzenhäuser Naturexperte Jacob Maurer.

Das ist mehr als im gesamten Juli vergangenes Jahr. Damals fielen 55 Liter pro Quadratmeter.

Allerdings gab es bisher keine Einsätze wegen des Regens, sagte Kreispressesprecher Jörg Klinge. Auswirkungen hat der Regen vor allem auf die Landwirtschaft. „Es ist beides: Segen und gleichzeitig schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen“, sagt Uwe Roth, Geschäftsführer des Bauernverbandes Werra-Meißner. Durch die Trockenheit seit dem vergangenen Herbst habe es ein „riesen Wasserdefizit“ gegeben, darum brauche man dringend Wasservorräte im Boden. 

Ernte: Noch ist alles im grünen Bereich

„Aber eigentlich würden die Ackerbauer lieber ernten.“ Weizen, Sommergerste, Roggen und Raps seien jetzt reif. Nasses Getreide lasse sich jedoch nicht mit dem Mähdrescher verarbeiten.

Verloren sei nichts, man müsse nur warten, bis die Felder befahrbar sind. Roth: „Noch ist alles im grünen Bereich, aber wenn der Regen anhält, wird es Qualitätseinbußen bei den Weizen geben.“

Regen ist für den Wald ein Segen

Freuen tut sich dagegen das Forstamt Hessisch Lichtenau. „Wir könnten noch ein paar Tage mehr Regen gebrauchen“, sagt Günter Groß. Durch die Trockenheit waren die Bäume bereits in einem kritischen Zustand. (dwm)

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