48 Jahre im Unternehmen

BKK Werra-Meissner: Vorstand Ernst-Dieter Mäurer geht in den Ruhestand

+
BKK Werra-Meissner: Vorstand Ernst-Dieter Mäurer geht in den Ruhestand

Eschwege. Ernst-Dieter Mäurers Werdegang ist außergewöhnlich: Seit 48 Jahren ist er beim selben Unternehmen beschäftigt. Unmittelbar nach der Schulzeit hat er dort seine Ausbildung begonnen, seit 30 Jahren steht er an der Spitze, zunächst als Geschäftsführer, zuletzt als Vorstand der Betriebskrankenkasse Werra-Meißner. Am Freitag kommender Woche nimmt er seinen Abschied.

So

ungewöhnlich wie Mäurers Karriere war auch sein Start in das Berufsleben: Es waren die Jahre der Vollbeschäftigung in Deutschland. Arbeitskräfte waren knapp und Lehrlinge gesucht. „Ein Mitarbeiter der Betriebskrankenkasse Massey Ferguson hat mich zu Hause aufgesucht und mir den Ausbildungsplatz angeboten“, erinnert sich Mäurer. Er habe schnell zugesagt. Mäurers Vater war ebenfalls bei dem Maschinenbauunternehmen beschäftigt, das seinerzeit der mit Abstand größte Arbeitgeber in Eschwege war. „Die Mitarbeiter waren stolz darauf, bei Massey Ferguson zu arbeiten“, sagt er.

Ausbildung, Fortbildung zum Verwaltungswirt, seit 1975 stellvertretender Geschäftsführer, neun Jahre später alleiniger Geschäftsführer und schließlich Vorstand - Mäurer hat den Beruf von der Pike auf gelernt und sich bis in die Spitze hochgearbeitet, dabei alle Veränderungen mitgemacht, den Niedergang Massey Fergusons ebenso, wie die Öffnung der einstigen Unternehmens-Krankenkasse für alle gesetzlich Versicherten. „Das hat mir immer geholfen, ich kenne alle Vorgänge.“

Mäurer beschreibt sich selbst als konservativen Strategen. „Es war mir immer wichtig, vorsichtig zu agieren“, sagt er. Gute Leistungen für die Versicherten und zufriedene Mitarbeiter, seien ihm wichtige Anliegen. „Ich habe nie etwas davon gehalten, Daumenschrauben anzusetzen“, so Mäurer. Vielmehr setze er auf Motivation, darauf, dass die Mitarbeiter aus Überzeugung zu Leistung bereit sind. Zum Ausgleich gibt es dann auch schon mal kostenlose Massagen für die Belegschaft. Wenn Mäurer am Freitag nächster Woche mit großem Bahnhof verabschiedet wird, ist das zunächst noch nicht der finale Schritt in den Ruhestand - drei Monate will sich der 63-Jährige für die Einarbeitung seines Nachfolgers nehmen.

Erst danach bleibt Zeit für die vielen anderen wichtigen Dinge im Leben des Ruheständlers Ernst-Dieter Mäurer: Ganz vorn stehen der siebenjährige Enkel, Frau, Kinder, Radtouren durch den Kreis, Segeltörns auf dem Werratalsee und spannende Reisen.

Von Harald Sagawe

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare