Zwei Gesellschaften vermarkten den Kreis

Werra-Meißner: Wirtschaftsförderung und Tourismus neu strukturiert

Eschwege. Aus den zuletzt vier Gesellschaften sind zwei geworden: die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der jetzt neu benannte Geo-Naturpark Frau-Holle-Land.

Die Übergänge bei der Aufgabenverteilung sind fließend. Im weiteren Sinne vermarkten die beiden Gesellschaften den Werra-Meißner-Kreis – als Wirtschaftsstandort und als Tourismusregion. „Wir haben überlegt, wo wir Kosten sparen und Aufgaben bündeln können“, beschreibt Siegfried Rauer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), die Entwicklung. Im Ergebnis wurde die Werratal-Energie- und Umweltgesellschaft, die bis dahin eine hundertprozentige Tochter der WFG war, aufgelöst. Einige Aufgaben wurden an die Muttergesellschaft verteilt: die klassische Wirtschaftsförderung wie zum Beispiel die Vermittlung von Förderprogrammen.

Andere Teile übernimmt der Werra-Meißner-Kreis. Dazu zählen beispielsweise Kampagnen zur Energieeinsparung. Die Tourismusvermarktung gehört jetzt zu den Aufgaben des Naturparks; die bisherige Werratal-Tourismusmarketinggesellschaft ist sozusagen eine Abteilung des Naturparks. Der sieht seine ureigenen Aufgaben nach wie vor darin, die infrastrukturellen Voraussetzungen für die touristische Entwicklung zu schaffen. Und wenn Unternehmen aus der Tourismusbranche Fördermittel benötigen, Existenzgründer Beratung suchen oder für Betriebe Nachfolger gesucht werden, ist die WFG der richtige Ansprechpartner.

 „In der Vergangenheit haben sich viele Aufgaben überschnitten“, sagt Marco Lenarduzzi, Geschäftsführer des Naturparks. Deutliche Abgrenzungen gab es nicht. Das ist jetzt klarer strukturiert. Angestrebt wird eine engere Vernetzung mit den touristischen Angeboten der Städte und Gemeinden im Kreis. Überschneidungen erkennen die Akteure gerade im Außenmarketing.

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