Werra-Meißner: Zwei Städte senken die Grundsteuer

Eschwege. Die Kreisstadt Eschwege und Wanfried sind zwei von fünfzehn hessischen Kommunen und die beiden einzigen im Werra-Meißner-Kreis, die in diesem Jahr Steuern senkten.

90 Städte und Gemeinden landesweit erhöhten 2018 kommunale Abgaben – im Werra-Meißner-Kreis nur Bad Sooden-Allendorf.

Wanfried ist nach der Senkung der wichtigen Grundsteuer B um 40 Punkte auf 730 Prozent noch immer einsamer Spitzenreiter mit der höchsten Abgabe im Kreis; in Eschwege zahlen die Grundstückseigentümer nach der Senkung um 30 auf 390 Prozent den geringsten Grundsteuer-B-Satz. „Wir haben die Bürger mehrfach entlastet“, sagt Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe zur Steuersenkung und zum ebenfalls beschlossenen Verzicht auf Straßenausbaubeiträge. „Damit haben wir zwei Bereiche, in denen wir künftig weniger Erträge erwarten“, sagt Heppe. Hinzu komme, dass „wahrscheinlich auch die Zuweisungen aus dem Kommunalen Finanzausgleich sinken und zugleich die Abgaben an den Werra-Meißner-Kreis steigen werden“.

Während Wanfried neben der Grundsteuer B auch die Grundsteuer A (um 40 auf 730 Prozent) und die Gewerbesteuer (um zehn auf 440 Prozent) senkte, hob Bad Sooden-Allendorf die Grundsteuer B um 50 auf 700 Prozent an. Und damit ist das Ende noch nicht erreicht. „Die Grundsteuer wird wohl noch bis auf 800 Prozentpunkte steigen, so wie im Schutzschirmvertrag vereinbart“, kündigt Bürgermeister Frank Hix an. Im Kreis würde die Badestadt damit den Spitzenplatz belegen, hessenweit betrachtet allerdings längst nicht: Lautertal im Odenwald verlangt nach der Anhebung um 300 Punkte seit diesem Jahr 1050 Prozent Gewerbesteuer von seinen Bürgern. Dagegen fallen die meisten Grundsteuer-B-Sätze im Werra-Meißner-Kreis vergleichsweise gering aus: Nach Eschwege verlangen Berkatal, Meißner und Wehretal mit jeweils 400 Prozent am wenigsten.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

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