Pegel Heldra steigt unaufhörlich weiter

Werra steigt weiter - Sandsäcke werden gelegt

+
Feuerwehren der Kreisstadt befüllten Sandsäcke im Akkord.

Werra-Meißner. Über Nacht sind die Pegelstände der Werra massiv angestiegen. Heute um 15 Uhr betrug der Pegelstand Heldra 4,64 Meter, gestern abend um 18 Uhr lag er noch bei 4,29 Meter. Damit liegt der Hochwasserstand nur um drei Zentimeter unter der Höchstmarke des Winterhochwassers vom Januar 2011 und die Meldestufe 3 und die kritische Marke für Wanfried sind nun erreicht, wie der stellvertretende Stadtbrandinspektor Dieter Löffler gestern gegenüber der WR erklärt.

Aktualisiert um 15.25 Uhr.

Wie in Heldra wurde auch in Bad Sooden-Allendorf mit einem Pegelstand von 4,23 Metern die dritte und höchste Warnstufe erreicht. In Heldra und Altenburschla standen am Samstagmorgen bereits einige Straßen unter Wasser. An der Wanfrieder Schlagd steht das Wasser einen halben Meter hoch am Hafengebäude. „Wir rechnen mit noch mehr“, sagt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard.

Feuerwehren der Kreisstadt befüllten Sandsäcke im Akkord...

In Eschwege steht das Wasser an der Kante des Festplatzes Werdchen, auf dem bereits einige tiefer gelegenen Gartengrundstücke überspült sind. „Die Mitarbeiter des Baubetriebshofes haben bisher 3500 Sandsäcke verlegt, weitere 2000 sind in Reserve“, sagt Eschweges Erster Stadtrat Reiner Brill. Am neuralgischem Punkt, dem Seniorenheim am Brückentor, habe man die Situation im Griff.

... und verteilten sie an den kritischen Punkten.

Nachdem die Eschweger Feuerwehr in der Nacht auf Samstag schon um 0.50 Uhr wegen Hochwassers alarmiert wurde und im Laufe der Nacht durch die Brandschützer rund 5000 Sandsäcke befüllt, ausgeliefert und verlegt wurden, lösten die Ortswehren am Samstag Morgen ihre Eschweger Kameraden ab. Feuerwehrleute aus Niddawitzhausen und Oberhone befüllten den ganzen Morgen gemeinsam mit Mitarbeitern des Baubetriebshofes die Sandsäcke. Die Feuerwehr Niederhone wurde wegen des Feuerwehrfestes nicht alarmiert. An besonders bedrohten Stellen, wie etwa am Altenheim in der Brückenstraße oder an der Tränenbrücke, wurden bestehende Sandsackdämme verstärkt und neue errichtet. An Anwohner der gefährdeten Stadtgebiete, die die Feuerwehr telefonisch um Hilfe gebeten hatten, wurden ebenfalls Sandsäcke verteilt, die von den Menschen dann in Eigenregie verlegt wurden.

In der Kreisstadt greift  damit seit der Nacht die nächste Stufe des Hochwaser-Notfallplanes, die vor allem die Sicherung des Altenheims im Blick hat. Das Altenheim liegt etwas zu tief, so dass sowieso acht Pumpen um das Haus herum montiert sind , um das Grundwasser abzupumpen. "Diese Pumpen müssen wir nun kritisch im Blick haben, damit sie nicht überschwemmt werden und damit der Druck des Wassers auf das Gebäude zu groß wird", sagt Heimleiter Torsten Rost. Seit Montag sind die Mitarbeiter des Zentralklärwerks bereits rund um die Uhr an an der Pumpe am Brückentor im Einsatz. Nun werde dieser Einsatz intensiviert, erklärt Brill. Zudem ist das Ordnungsamt unterwegs, um eventuell gefährliche Straßen abzusichern und die Mitarbeiter des Bauhofes sind im Einsatz. "Dieser koordinierte Plan entstand nach dem Januarhochwasser 2011 und funktioniert sehr gut", sagt Brill.

In Bad Sooden-Allendorf stehen der Wohnmobilplatz und einige Keller unter Wasser. Kritisch könnte die Lage nach Angaben von Bürgermeister und Einsatzleiter Frank Hix in Kleinvach werden. Dort wurden vorsorglich Sandsäcke ausgelegt, um den Zugang zu Brücke und damit zum Dorf zu sichern. (dir/wrs/D.S.)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare