Werra-Weser-Anrainer wollen Abbau der Kalihalden

Foto: Michael Reichel/dpa

Eschwege. Die riesigen Abraumberge der Kali-Industrie sollen abgetragen werden. Das fordern die Städte und Gemeinden, Naturschutzverbände und Angelvereine sowie Wasserkraftunternehmen, die sich zusammengeschlossen haben mit dem Ziel, dass Werra und Weser wieder sauber werden.

Dazu beschlossen die Vertreter beim sechsten Treffen der Werra-Weser-Anrainerkonferenz am Donnerstag in Witzenhausen eine Resolution, in der auch die von den Rückstandshalden der Kali-Industrie benannt werden. Durch Verwehung und Auslaugung der mit Aufbereitungsstoffen durchsetzten Kaliabfälle gelangten Salze und Schwermetalle in Luft, Boden und Oberflächengewässer. Somit stellten die Kaliberge „eine Gefahr für die Umwelt und die menschliche Gesundheit dar“, warnen die Mitglieder der Anrainerkonferenz in ihrer Entschließung.

Zugleich beklagen sie, dass die Qualitätsziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie nicht erreicht werden könnten, solange „so beträchtliche Mengen“ an Sickerwasser in die Flüsse und das Grundwasser gelangen, auch wenn die Halden abgedeckt werden. Auch das Abdeckmaterial beinhalte belastende Stoffe, wie Vorsitzender Dr. Walter Hölzel (Witzenhausen) erläuterte. Als Alternative nennt die Anrainerkonferenz, die Rückstände des Kalibergbaus unter Tage zu beseitigen. 

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