Ein Jahr für viele Erfahrungen

Werraland Werkstätten bieten Stellen für Freiwilligendienste

Ein freiwilliges soziales Jahr: Pascal Semmelroth und Sarah Namagembe arbeiten mit und geben den Menschen mit Handicap wichtige Unterstützung und Hilfestellung in den Arbeitsprozessen. Foto:  privat

Eschwege. Eschwege. „Wenn man viel fürs Leben mitnehmen will, sollte man für ein Jahr Bundesfreiwilligendienst oder ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren“, sagt Pascal Semmelroth aus Roßbach.  Er macht das bei den Werraland Werkstätten.

Die Arbeit mit Menschen mit Handicap mache einfach sehr viel Spaß, man bekomme unheimlich viel zurück. „Ich habe hier keine Sonderrolle, sondern gehöre auch als Freiwilliger genauso zum Kollegenkreis wie jeder Festangestellte“, sagt der 23-jährige Semmelroth. Finanzielle Unterstützung erhält jeder Freiwillige von Trägern des Freiwilligendienstes, beispielsweise der Diakonie Hessen. „Die Diakonie zahlt mir 200 Euro Verpflegungsgeld und 200 Euro Taschengeld im Monat. Darüber hinaus noch sämtliche Sozialversicherungen“, sagt Pascal Semmelroth.

Trotz noch vorhandener Sprachbarrieren ist auch Sarah Namagembe begeistert von ihrem Freiwilligendienst bei Werraland. Die junge Frau stammt aus Uganda, bewohnt ein Gästezimmer im Haus der Ambulanten Dienste der Werraland-Werkstätten und arbeitet täglich mit Menschen mit Handicap zusammen. Die 25-Jährige ist über das „Weltwärts-Projekt“ der Diakonie Hessen in den Werra-Meißner-Kreis gekommen. Ob internationales Projekt oder Freiwilligendienst vor der Haustür – vieles ist möglich für interessierte junge Menschen.

„Nach dem Wegfall des Zivildienstes sind der Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr sehr gute Gelegenheiten, Unternehmen hautnah kennenzulernen und von den gemachten Erfahrungen zu profitieren“, sagt Werraland-Vorstandsvorsitzender Gerd Hoßbach. Gerade für soziale Einrichtungen wie das heimische Sozialunternehmen seien Freiwillige wie Pascal und Sarah sehr wichtig und immer herzlich willkommen.

Der Werraland-Chef macht keinen Hehl daraus, dass nicht nur die jungen Menschen von den Erfahrungen in ihrem Jahr profitieren, sondern die Unternehmen natürlich auch. „Junge Menschen in einem Unternehmen sind immens wichtig, sie halten es jung und letztendlich haben auch wir schon aus diesem Pool unseren Nachwuchs, auch spätere Führungskräfte, generiert“, sagt Hoßbach. 

• Wer sich für einen Bundesfreiwilligendienst oder ein freiwilliges soziales Jahr interessiert, wendet sich an Gabriele Schieseck vom sozialen Dienst unter Tel. 0 56 51/92 61 80.

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