Hochwasserschutz ist Sache aller Anrainer

Werratalsee: Wasserspiegelanhebung nicht genehmigungsfähig

Schwebda. Bei allen Überlegungen rund um die Verbesserung der Gewässerqualität im Werratalsee zwischen Eschwege und Meinhard spielt der Hochwasserschutz die zentrale Rolle.

Die Anhebung des Wasserspiegels ist unter anderem deswegen nicht genehmigungsfähig, weil mehr als eine Million Kubikmeter Retentionsraum verloren gingen. Stattdessen empfehlen Gutachten, das Ausweichvolumen für zukünftige Hochwasser zu vergrößern. Neben den beteiligten Kommunen Eschwege, Meinhard und Wanfried sollen in die Konzeptüberlegungen auch Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen einbezogen werden. Die kommunalpolitischen Gremien aus Meinhard und Eschwege verständigten sich während ihrer Sitzung am Dienstagabend in Schwebda darauf, Gespräche mit den übrigen hessischen Werra-Anrainern zu suchen.

Die Eindeichung von Teilen des Werratalsees könnte weitere Retentionsräume schaffen. Wirksam- stes zusätzliches Mittel zur Gewässerverbesserung wäre die Abdichtung des Dammes zwischen Werra und See. Die Bemühungen um die Erhöhung der Wasserqualität im See zeigen offenbar erste deutliche Erfolge. Christian Schuller vom Gutachter- und Planungsbüro Clear Waters, der sich seit 2008 mit dem See beschäftigt, sprach von „einer ganz klaren Tendenz“, sagte aber auch: „Wir werden auch in den kommenden Jahren mit gelegentlichen Massenentwicklungen von Cyanobakterien rechnen müssen.“

Nach der Reduzierung des Fischbestandes und der Sanierung des Kanalnetzes im Meinharder Ortsteil Schwebda sind die Schadstoffeinschwemmungen rückläufig. Der Phosphorgehalt im See nimmt seit zwei Jahren kontinuierlich ab. Damit sinkt das Risiko der massenhaften Entwicklung der Bakterien, die 2013 und 2014 zur Grünfärbung des Sees geführt haben.

Von Harald Sagawe

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