Der Wert des Menschen

Unternehmen Grein setzt auf Zufriedenheit der Mitarbeiter

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Unternehmenswert Mensch: Gunter Ludwig und Pia Rietmüller arbeiten am thüringer Standort der Firma Grein in Großburschla. Mitarbeitermotivation ist ein Ziel des jüngsten Projektes.

Eschwege. Die Motivation der Mitarbeiter im Unternehmen ist ein Ziel des Projektes, Gesundheit am Arbeitsplatz ein anderes. „Unternehmenswert Mensch“ ist das Konzept überschrieben, das die Eschweger Firma Grein jetzt in Zusammenarbeit mit der Netzwerkinitiative Wirtschaft (NIWE) und der Betriebskrankenkasse Werra-Meißner umgesetzt hat und das von der Europäischen Union finanziell gefördert wird.

„Die Wertschätzung der Mitarbeiter ist ein wichtiger Punkt in unserer Unternehmensphilosophie“, sagt Inhaber Georg Grein. Die knapp 80 Beschäftigten an den beiden Standorten in Eschwege und Großburschla (Thüringen) haben mit Coach und Moderatorin Christa Peters in Teams und abteilungsübergreifend verbindliche Standards formuliert.

Die Sicht der Mitarbeiter auf das eigene Unternehmen wurde beleuchtet, Außendarstellung und Imagepflege diskutiert, aber auch Stolz auf und Verbundenheit mit dem eigenen Betrieb. Ein Thema in den Gesprächen war gerechte Entlohnung. Bezahlung über ein Punktesystem wurde diskutiert. Mit einem Fragebogen wurden die Einschätzung des Status quo und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter hinterfragt.

„Anerkennungskultur“ war ein Stichwort, „respektvoller Umgang“ ein weiterer Ansatzpunkt. „In vielem sind wir schon einen Schritt weiter“, sagt Grein. Beschriebene Ideale würden längst gelebt. Gesundheit am Arbeitsplatz spielt in dem Konzept eine bedeutsame Rolle. „Wir haben einen verhältnismäßig hohen Krankenstand“, so Grein. Er erklärt das mit den vielen Arbeitsplätzen in der Produktion. Bei vier von fünf Mitarbeitern würden Probleme auftreten.

Verbindlichkeit, die Abstimmung der Abteilungsleiter über die eigenen Gebiete hinaus, spielt bei der Teamentwicklung auf der zweiten Führungsebene eine Rolle. Auch hier die Zielsetzung, das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die verschiedenen Abteilungen im Ergebnis ein Unternehmen sind und jeder Mitarbeiter Anteil am Erfolg hat. „Wir sind in einem laufenden Prozess“, erklärt Marketingchef Lars Walter. „Jetzt geht es um den Feinschliff.“ In einem halben oder dreiviertel Jahr „müssen wir noch einmal draufschauen“. Unter dem Strich will das Unternehmen die Wertschöpfung steigern und das Wohlbefinden jedes einzelnen Mitarbeiters verbessern.

Von Harald Sagawe

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