Waldorfschule lädt zum öffentlichen Vorlesetag

Auf zu den wilden Kerlen

Da hängen sie und lesen. Vertieft in ein Buch ist es gleich, ob die Welt Kopf steht. „Lest, Leute, sonst seit ihr verloren…” sagte schon Hildegunst von Mythenmetz in dem Roman “Die Stadt der träumenden Bücher” von Walter Moers. Foto: Ellen Schubert

Eschwege. Gut vorzulesen, bedeutet, seine Zuhörer zu verzaubern und ihnen die Tür zu einer fantastischen Welt zu öffnen. Am kommenden Freitag lädt die Freie Waldorfschule Werra-Meißner in Eschwege im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages zwischen 15 und 17 Uhr zu einem öffentlichen Vorlesenachmittag in ihr Schulhaus an der Eisenbahnstraße ein.

Dort werden am Freitagnachmittag der Kinderbuchklassiker „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendeak in Deutsch und Französisch vorgelesen und die Kinder in die Welt der wüsten und unbändigen Geschöpfe entführt, mit denen einfach alles erlaubt ist. Dazu passend gibt es Kamishibai - ein japanisches Papierpuppentheater.

Bevor die wilden Kerle loslegen, wird aus dem Buch „Gregor oder wohin die Träume tragen“ von Friedrich Ani und Quint Buchholz gelesen werden. An dem Nachmittag gibt es jedoch nicht nur was für Augen und Ohren, sondern auch Kekse, Kuchen und Kinderpunsch für den Bauch.

Außerdem kann in der Schule gemalt werden, und bei guten Wetter stehen die beiden Schulesel Merle und Mimi für kleine Ausritte oder zum Streicheln bereit. Mit zirka 48 000 Vorlesern ist der Vorlesetag das größte Lesefest Deutschlands. Er findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt und entstand 2004 auf Initiative der Wochenzeitschrift Die Zeit, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn. An dem Vorlesetag beteiligen sich zahlreichen Schulen und Kindergärten, hunderte Prominente und tausende Politiker. An der Humboldt-Grundschule beispielsweise liest am Freitagvormittag der SPD-Landtagsabgeordnete Lothar Quanz für Schüler der Schule. (salz)

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