Wilfried Hapke ist seit 1959 Mitglied der Spielvereinigung 07 Eschwege

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Eschwege 07 ist ein wichtiger Bestandteil seines Lebens: Die Fußball-Legende Wilfried Hapke hat als Aktiver und als Funktionär ganz viel für seinen Verein geleistet.  

Eschwege. Er ist ein waschechter Dietemann, der im Februar 1949 das Licht der Welt erblickte. Bis heute ist er seiner Heimatstadt treu geblieben.

Aber nicht nur treu geblieben, mit seinem nimmermüden Einsatz für den Fußball in der Kreisstadt, freilich in besonderem Maße für die Spielvereinigung 07 Eschwege, hat Wilfried Hapke ganz viele Verdienste erworben. Das Vereinsleben ohne den Eckpfeiler wäre undenkbar, ja, er ist wahrlich ein ganz großes Stück Eschwege 07.

Es gibt nur zwei Ämter beim aktuellen Verbandsligisten, die der 69-Jährige noch nicht ausgeübt hat. Erster Vorsitzender und Jugendwart war er in der Tat noch nicht, aber trotzdem ist sein Wirken nicht mit Geld zu bezahlen, denn es gibt keine Schraube im Vereinsgeschehen, an der Wilfried Hapke noch nicht gedreht hat; wohlweislich nur im positiven Sinne. Mitglied ist er seit 1959, hat mit zehn Jahren in der Jugend mit dem Fußball begonnen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten holte ihn Trainer Baumann 1966 schon mit 17 Jahren in die erste Mannschaft, in der er bis 1983 zu den Leistungsträgern zählte. In diese Zeitspanne gehört allerdings ein zweijähriges Intermezzo beim Hessenligisten VfB Gießen.

„Unser damaliger Trainer Böhme wechselte 1968 dorthin und hat Klaus Degenhardt und mich mit nach Mittelhessen genommen. Ein erfolgreiches Kapitel bis 1970, das ich im Rückblick auf meine Karriere nicht vermissen möchte“, erklärt die Eschweger Fußball-Legende beim WR-Gespräch. Aktiv hat Wilfried Hapke noch weitere zehn Jahre drangehängt, bis 1993 war er eine feste Größe im Alt-Herren-Team, das er als Spieler und Abteilungsleiter 1989 völlig neu formierte.

Gerade als Funktionär gehört Wilfried Hapke zu den Denkern und Lenkern bei der SV 07. Sein ehrenamtliches Engagement hätte umfangreicher nicht sein können. Von 1984 bis 1988, 1991 bis 1992 und seit 2012 bis in die Gegenwart erfüllt er die wichtige Aufgabe als Fußball-Abteilungsleiter. Stellvertretender Spartenleiter (1996 bis 1998), dritter Vorsitzender (1993 bis 1994), zweiter Vorsitzender (2000 bis 2007) und Kassenwart (2007 bis 2009) waren weitere Herausforderungen, die der 07er mit Herz und Leidenschaft bewältigte.

„Eigentlich gibt es keine Aufgabe, die ich meinem Verein schuldig geblieben bin. Alles, was unter dem Rest aufzulisten ist, sogar Verbandsarbeit im Rechtsausschuss habe ich von 1995 bis 2016 wahrgenommen, gehört in mein Anforderungsprofil“, schmunzelt Wilfried Hapke.

Sportlich darf da die Trainertätigkeit nicht ausgelassen werden: „Von 1979 bis 1983 war ich für die erste Mannschaft zuständig und 1990 bis 1991 zusammen mit Klaus Degenhardt“, spannt Wilfried Hapke den Bogen zu guten Freunden. „Und da zählen neben Klaus Degenhardt auch Günter Hartmann und Jürgen Hinske hinzu. Wir als Kleeblatt treffen uns heute noch regelmäßig, tauschen uns aus und versuchen das Beste für Eschwege 07 auf den Weg zu bringen, ja, das sind echte Freunde.“

Ein dickes Kompliment adressiert Wilfried Hapke auch an den langjährigen Jugendwart Karl-Heinz Werner: „Wir richten mit ihm an der Spitze schon seit 21 Jahren den Ford-König-Jugendcup aus. Vereine aus ganz Deutschland, darunter der 1. FC Köln oder Hannover 96, waren bei uns zu Gast. Da musst du ganz einfach mithelfen, und das hat natürlich obendrein riesigen Spaß gemacht, denn es gibt nichts Schöneres als stolze und erfolgreiche Jugendteams zu sehen.“

Neben dem Sport, besonders gerne erinnert sich der Trainer Wilfried Hapke an Spieler wie Harald Schmolke, Peter Senger oder auch Michael Morhardt, beleuchtet er das Drumherum: „Ich will nicht sagen, dass bei uns alles vollkommen ist, aber das Wort verkommen gibt es bei uns nicht, dafür haben wir zu viele Vereinsangehörige mit dem Herz am richtigen Fleck und mit helfenden Händen.“ Und auch hier geht Wilfried Hapke gradlinig vorweg.

Gilt es für die Außendarstellung oder Werbemaßnahmen Banden und Transparente anzubringen, dann springt er in die Bresche. Auch bei besonderen Spielen, wie dieses Jahr im Pokal gegen Wehen sowie bei den regelmäßigen Derbys gegen Weidenhausen warten extreme Vorbereitungen, die gestemmt werden müssen. Stolz blickt Wilfried Hapke auf den Bau vom Vereinsheim an der Torwiese: „Diesbezüglich haben wir mit einer großartigen Truppe ganz viel bewegt, auch der Anbau und der überdachte Grillplatz sowie der behindertengerechte Weg zum Zuschauerbereich, all diese Arbeiten haben viele Eigenleistungen erforderlich gemacht“, lobt Hapke die vielen Helfer, „die bei Anruf sofort auf der Matte stehen.“

Dem kompletten Vorstand bescheinigt er über viele Jahre hinweg ein intaktes Miteinander und ganz viel Kompetenz: „Und genauso wichtig ist die Unterstützung, die mir meine Familie gewährt. Meine Ehefrau Karla ist in alles involviert und hält mir stets den Rücken frei“, so Wilfried Hapke, der mit sich und seinem Umfeld absolut zufrieden ist.

Von Harald Triller 

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