Sozialdemokraten wollen Bundes- und Landesbehörden nach Eschwege holen

Eschwege – Eschwege soll an Bedeutung als Behördenstandort gewinnen. Die SPD-Stadtverordnetenfraktion will, dass Bundes- und Landesbehörden in der Kreisstadt angesiedelt werden.

Die Sozialdemokraten wollen den Magistrat damit beauftragen, Möglichkeiten der Neuansiedlung, Verlagerung und Erweiterung von Behörden in die Kreisstadt mit den Ministerien in Bund und Land zu erörtern. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD-Fraktion für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag gestellt. Die Abgeordneten treffen in der Stadthalle zusammen. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr.

„In den vergangenen Jahren mussten wir immer wieder feststellen, dass Landes- und Bundesbehörden in unserer Region geschlossen oder in andere Städte verlegt und verkleinert oder in ihren Kompetenzen beschnitten wurden“, begründet Fraktionsvorsitzender Alexander Feiertag den SPD-Antrag, „zu einer ernst gemeinten Strukturförderung seitens der Bundesregierung und des Landes Hessen gehört nach unserer Auffassung auch, Behörden und die entsprechenden Ausbildungseinrichtungen bewusst in ländliche Regionen zu verlagern.“ 

Qualifizierte Arbeitsplätze seien für die Region von existenzieller Bedeutung. Die könnten, so Feiertag, auch in Ausbildungseinrichtungen wie etwa Verwaltungsfachhochschulen geschaffen werden.

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Feuchtbiotop in Niederhone liegt trocken

Das Feuchtbiotop im Stadtteil Niederhone liegt nach Angaben der SPD-Fraktion nach wie vor trocken – Anlass für die Sozialdemokraten, den Magistrat an ihren Antrag aus dem Oktober 2017 zu erinnern, mit dem die Reparatur der Ausgleichsmaßnahme für den Stadtbahnhof gefordert wurde.

„Nach nunmehr eineinhalb Jahren wird der Eindruck vermittelt, dass seitens des Magistrats keinerlei Anstrengungen unternommen wurden, den Auftrag aus der Stadtverordnetenversammlung zu erfüllen“, so Fraktionschef Feiertag. Eine Bewässerung der Teiche durch die in der Nachbarschaft fließende Wehre scheine aufgrund des Höhenniveaus der Teiche ohne den Einsatz technischer Maßnahmen aussichtslos, die Bewässerung aus Regenwasser nach wie vor unmöglich.

100.000 Euro hat das Projekt gekostet, das Ausgleich des Landschaftsverbrauches beim Bau des Stadtbahnhofs war und sich schnell als Fehlkonstruktion entpuppte. Der Teich zwischen Bahnlinie und Wehremühlgraben südlich des Sportplatzes hält allerdings dauerhaft kein Wasser.

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