Bei der Übergabe der Geschäftsführung von Dr. Kluthe an Markus Pfromm wird der Fortbestand der Heimatzeitung betont

„Wir führen diese Zeitung weiter“

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Vorgänger und Nachfolger. Dr. Peter Kluthe, Lebensgefährtin Sonja Buchholz, Jutta und Markus Pfromm (v. li.) standen am Samstag im Mittelpunkt der Geburtstags- und Übergangsfeier im alten E-Werk.

Eschwege. Das hätten seine Eltern nicht wissen können, dass seine Geburtstagsfeier zum 65. mit Fußball und dem Jubiläum des Rotaryclubs konkurrieren würde, sagte Dr. Peter Kluthe zur Begrüßung seiner rund hundert Gäste am Samstag Abend im alten E-Werk.

Die fühlten sich zur dezenten musikalischen Begleitung durch das Quintett Swing Society und beim Essen aus dem Hotel Hohenhaus ausgesprochen wohl. Dazu bei trugen die zuvor getätigten Aussagen der Festredner zur Zukunft der Werra-Rundschau, was mehrfach zu Applaus führte.

Beruflich erfolgreich in Frankfurt sei das Wichtigste für ihn immer die WR geblieben, „mein Herz gehört der Region“, sagte Dr. Kluthe, und deshalb habe er langfristig für den Fortbestand der Zeitung gesorgt.

Diese „sehr vernünftige“ Planung des Lebensweges mit Wurzeln in Eschwege und beruflichen Höhen in Frankfurt zeichne ihn aus, würdigte Verleger Dr. Dirk Ippen seinen Freund und Kollegen Peter Kluthe. Er habe es „weit gebracht in der Zeitungswelt“ und „solche Zeitungen werden eine lange Zukunft haben“, sagte er mit Blick auf die WR. Er beneide Geschäftsführer Markus Pfromm, der schon die Hersfelder Zeitung auf neue Gleise geführt habe und dies auch mit der WR schaffen werde. „Wir führen diese Zeitung in dieser traumhaften Region weiter“, versprach Dr. Ippen unter Beifall der Gäste.

„Was wäre Eschwege ohne den Namen Kluthe“, dem man diese vielseitige, starke, und gern gelesene Zeitung verdanke, die Identifikation spende, fragte Bürgermeister Alexander Heppe rhetorisch und begrüßte den neuen Geschäftsführer mit einem Miniaturdietemann.

Dr. Roland Gerschermann, Geschäftsführer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, brachte die goldenen Jahre der Frankfurter Societät mit dem Wirken des „Gentleman Kluthe“ in Verbindung und schenkte ihm eine edle Spirituose aus dem Jahrgang 1948.

Jürgen Zick, Ehrenbürgermeister und Geschäftsführer der Kluthe-Stiftung, griff zu einem Zitat, wonach man mit einer Zeitung Menschen und Fliegen erschlagen könne. Beider WR habe man sich bislang mit Fliegen begnügt.

Schließlich stellte sich Markus Pfromm vor mit dem Bekenntnis „Wir sind eine Heimatzeitung“ für die zu arbeiten er sich des Mottos bediene „das Glas ist halb voll und niemals halb leer“. Er habe sich nicht beworben um diesen Job, sondern habe ihn von Dr. Kluthe und Dr. Ippen „synchron angeboten bekommen“. Da habe er nicht nein sagen können und stieß prompt mit einem halb vollen Glas mit Dr. Kluthe an.

Ach so: Zu essen gab es Hohenhaus Reh auf Frühlingspilzen, gebratenen Steinbeißer und Perlhuhnbrust.

Von Helmut Mayer

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