Tipps für die Kältewelle

Wir können uns warm anziehen: Der Frost hat die Region im Griff

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Es liegt zwar nicht allzu viel Schnee, aber der Winterwanderweg auf dem Hohen Meißner ist geöffnet.

Werra-Meißner. Dauerfrost und Temperaturen auch tagsüber im Minusbereich: der Winter ist jetzt richtig in der Region angekommen - und in der kommenden Woche wird es noch frostiger.

So stellt man sich den Winter vor: Sonne, Schnee und knackig kalt soll es sein. Wer klare und reine Winterluft erleben will, begibt sich am Wochenende auf den Hohen Meißner. 

Hier liegen zwar nur noch etwa zehn Zentimeter Schnee, der 3,8 Kilometer lange Winterwanderweg  ist aber noch begehbar. Auch der kleine Lift ist noch geöffnet. Nicht möglich ist im Moment Langlauf. Und auch der große Lift ist nicht in Betrieb. Das Schneetelefon ist unter Tel.  05602/935617 zu erreichen. 

Temperaturen bis Minus fünf Grad tagsüber

„Werden die Tage länger, wird der Winter strenger!“ Diese alte Bauernregel hat sich auch in diesem Jahr wieder bestätigt. Erst nach Mariä Lichtmess am 2. Februar kam der Winter mit Dauerforst ins Land. Und es wird noch kälter. Der Hobbymeteorologe Torsten Rost spricht von arktischen Temperaturen, die im Werra-Meißner-Kreis ab Sonntag vorherrschen. Und diese fühlen sich dank des Windes noch viel kälter  und unangenehmer an.

Die Teiche und Seen sind inzwischen fast völlig zugefroren und nur am Werratalsee gibt es noch einige eisfreie Stellen. Dort fröstelt unter anderem derzeit ein Wintergast - der Silberreiher. 

Der Frost gefällt ihm nicht: ein Silberreiher am Werratalsee.

„An diesen Wasserlöchern drängen sich nun die Wasservögel, wenn sie nicht schon längst auf die noch eisfreie Werra und ihre Nebenflüsse ausgewichen oder vor dem Wintereinbruch nach Süden ausgewichen sind“, sagt der Eschweger Jäger Dr. Jörg Brauneis. 

Besonders für die Fischfresser unter den bei uns überwinternden Wasservögeln sei dies eine harte Zeit. Daher ist es kein Wunder, dass dieser schöne Silberreiher, der als Wintergast die kalte Jahreszeit im Naturschongebiet am Nordufer des Werratalsees verbringt, etwas verdrießlich auf dem Eis des Sees steht und betrüblich die Zukunft blickt.

Warme Kleidung anziehen

Aber nicht nur die Tierwelt friert, auch die Menschen sollten Vorsorge tragen: Mit Fäustlingen und Skimaske kann man Erfrierungen vorbeugen. Vor allem an ungeschützten Ohren, an der Nase sowie an Fingern und Zehen könnten könne laut experten der sogenannte Gefrierbrand schnell auftreten.

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Biotonne Eisfrei halten

Und auf ein weiteres Problem bei den Gefrierschrank-Temperaturen macht  die Umweltberaterin des Werra-Meißner-Kreises aufmerksam: die Biotonne. Denn die kann schnell einfrieren und dann kann sie von den Müllwerkern nicht gelehrt werden. Maxisch gibt sieben Tipps:

• Nach der Leerung den Boden der Biotonne mit geknülltem Zeitungspapier oder einem Stück Karton bedecken. 

• Abfälle möglichst trocken in die Tonnen geben, da nur nasses Material festfrieren kann. 

• Tonne möglichst erst kurz vor der Leerung bereitstellen, wenn möglich vorher frostfrei stellen.

• Küchenabfälle zunächst gut abtropfen lassen und dann einpacken. Dazu eignen sich Zeitungspapier oder Papiertüten. Auch Bioabfalltüten aus Recyclingpapier oder abbaubare Maisstärketüten, sind eine gute Alternative. 

• Nasses Laub und feuchte Gartenabfälle lassen bei Minusgraden die Biotonneninhalte leicht festfrieren, daher solche Abfälle nur locker einfüllen. Lockere Abfälle frieren weniger leicht fest. 

Bei diesen frostigen Temperaturen vermeiden: Der Deckel der Biotonne sollte immer geschlossen bleiben, damit der Inhalt nicht einfriert.

• Ist der Abfallbehälter überfüllt oder steht der Deckel längere Zeit offen, wird es bei Schnee oder Regen in der Tonne schnell nass und der Inhalt kann bei entsprechenden Temperaturen einfrieren. • Speziell für die Biotonne lohnt es sich, im Winter einen witterungsgeschützten Platz zu finden. 

• Sollte der Inhalt der Tonne trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal einfrieren, bleibt nichts anderes übrig, als selbst zu Spaten oder Stecken zu greifen und die Abfälle aufzulockern. Die Müllwerker können diese Arbeit bei der Abfuhr nicht leisten.

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