WR und HNA suchen vorbildliche Autofahrer, die ihre Freunde nach Hause fahren, ohne zu trinken

Wer wird der BOB des Jahres?

Zwei, die Vorbilder sind: Christina Hammer (links) und Marco Sippel haben mit Alkohol nichts am Hut, wenn sie am Steuer eines Wagens sitzen. Solche Leute suchen wir. Unter allen eingehenden Bewerbungen wollen wir den BOB des Jahres wählen lassen. Es gibt attraktive Preise zu gewinnen. Fotos: Stück

Christina Hammer kann in diesen Tagen mal so richtig faul sein und auch mal über die Strenge schlagen. Direkt nach einem WM-Kampf hat sie frei. Eine der wenigen Zeiten im Jahr, in der sie nicht diszipliniert sein muss. Alkohol kommt für sie selbst in dieser Zeit nicht in Frage.

„Ich brauche keinen Alkohol“, sagt die Weltmeisterin von zwei Boxverbänden. „Weder zum Abschalten noch zum Feiern.“ Dass das scheinbar ungewöhnlich ist, hat sie selbst schon gemerkt. „Niemand in meinem Alter geht weg, ohne zu trinken“, hat sie festgestellt. In Clubs und Diskos ist die 22-Jährige oftmals die einzige die nüchtern ist. Dann haben ihre Freunde ein nüchterne und gleichermaßen starke Freundin an ihrer Seite.

Christina Hammers Abneigung gegen Alkohol rührt aus dem Elternhaus her. „Meine Eltern haben mir immer vorgelebt, dass Alkohol nicht unabdingbar dazugehören muss.“ Auch ihr Bruder, der Fußballer ist, trinkt nicht. Selbst zum Anstoßen bleibt Christina Hammer antialkoholisch.

Wenn sie an einem Abend ordentlich trinken würde, würde sie das in ihrem Training drei bis vier Tage zurückwerfen. In der entscheidenden Phase vor dem Kampf trainiert sie zweimal täglich - mit Alkohol wäre das unmöglich. „Meine Droge ist der Leistungssport“, sagt sie. (ts)

Marco Sippel ist der Prototyp des verantwortungsbewussten Fahrers. Seitdem er den Führerschein besitzt, ist er der Fahrer für seine Freunde. „Ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben“, sagt er.

Seine Abstinenz hat ganz einfache Gründe. „Mir ist meine freie Zeit zu wertvoll, um sie mit einem Kater zu verbringen“, sagt er. Er genießt es lieber mit seiner Freundin oder der Familie an einem Sonntag etwas zu unternehmen. „Außerdem bin ich unabhängiger, wenn ich abends selbst fahre.“

Marco war früher fast jedes Wochenende mit seinen Freunden unterwegs. Dass er dabei meistens die Rolle des Fahrers übernommen hat, störte ihn nicht: „Ich bin ein lebensfroher und zugänglicher Mensch. Ich muss nicht betrunken sein, um Teil einer tollen Party zu werden.“ Auch heute noch ist er es, der nach einer Feier oder dem Kneipenbesuch nach Hause fährt. Wenn Marco am Steuer sitzt, hat für ihn oberste Priorität, dass seine Freunde sicher nach Hause kommen.

Mit seiner Einstellung ist der angehende Berufsschullehrer Vorbild. Oft muss er gegenüber seinen prahlenden Schülern ein Machtwort sprechen. „Oft unterrichte ich in reinen Männerklassen. Da wollen die Jungs mit ihren Saufgeschichten gerne vor mir angeben.“ In der Schule bleibt Marco Sippel genauso cool wie nachts am Steuer seines Autos. (ts)

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