Flächenzusammenlegung als neuer Impuls

Wolfgang Conrad

Eschwege. Die Eschweger Innenstadt benötigt einen neuen Impuls. Diese Einschätzung teilen Stadtmanager Wolf-Dietrich von Verschuer und Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad.

„Die Eröffnung der Schlossgalerie vor fünf Jahren war ein solcher Auslöser für weitere Ansiedelungen und Investitionen im Umfeld“, sagt von Verschuer.

Die räumliche Verbindung von unentwickelten Verkaufsflächen an der Forstgasse mit der Schlossgalerie am Stad ist nach Einschätzung beider Experten das geeignete Projekt, einen solchen Innovationsschub auszulösen. „Wir brauchen diese weiteren Großflächen“, sagt von Verschuer, „die Schlossgalerie benötigt eine Nachbarschaft; bei diesen Überlegungen spielt die Forstgasse eine immens wichtige Rolle.“

Conrad glaubt, dass die Kreisstadt auch in diesem Jahr mit Leerständen in der Innenstadt zu kämpfen haben wird. „Die Frage ist, in welcher Größenordnung“, so Conrad. Ein gelungenes Beispiel für Modernisierung im Einzelhandel und Flächenzusammenlegung ist für den Wirtschaftsförderer die Flächenfusion von Sport-Ammann an Marktstraße und Enger Gasse. Der Wirtschaftsförderer sagt: „Wir brauchen mehr von diesem positiven Klima, Mut, Entschlossenheit und Kreativität.“

Das Außenmarketing und die Bewältigung der zunehmenden Leerstände in der Eschweger Innenstadt sind in diesem Jahr Arbeitsschwerpunkte des Stadtmarketings. „Wir müssen mehr Kunden nach Eschwege bekommen“, sagt Stadtmanager von Verschuer. Und wie soll das gelingen? „Wir werden verstärkt die Zielgruppen im Altkreis Rotenburg und vor allem im Eichsfeld ansprechen“, so von Verschuer. Das sieht auch Wirtschaftsförderer Conrad so. „Wichtig sind die Erweiterung unseres Einzugsgebietes nach Bebra, Rotenburg und Bad Hersfeld sowie die Stabilisierung in Thüringen.“

Aus Sicht Conrads ganz wichtig: Wenn die industriellen Exporte weiter gut laufen, die Arbeitslosenzahlen niedrig bleiben, dann ist auch die für den Einzelhandelsstandort Eschwege so wichtige Kaufkraft vorhanden. Dass das auch 2016 so sein wird, deutet sich nach Conrads Beobachtung an. „Die vorhandenen Betriebe haben gut zu tun, und die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken ist groß.“

Stadt, Handel und Stadtmarketing müssten die Kommunikation, die im vergangenen Jahr gelitten habe, beleben, so von Verschuer: „Im Januar wird geredet.“

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