Mit Witz gegen den Schmutz

Kehrmaschinen heißen „Kehr Force One“ und „We take Kehr“

Zum ersten Mal Taufpaten: Carl und Ludwig Heppe, die Söhne des Eschweger Bürgermeisters Alexander Heppe, tauften die Kehrmaschinen mit Wasserbomben. Foto: Weber

Eschwege. Es ist nicht erst ein Zeichen unserer Zeit. Diejenigen, die den Schmutz der anderen wegmachen, werden gerne übersehen, werden aus der Wahrnehmung einfach ausgeblendet. Das geht auch den Männern des Baubetriebshofs in Eschwege in ihrem tagtäglichen Einsatz so.

„Obwohl wir normalerweise in warnendem Orange unterwegs sind, scheinen wir doch so weit ins Stadtbild integriert, dass wir nicht immer wahrgenommen werden“, sagt Baubetriebshofleiter Uwe Schäfer. „Daher wollen wir in Zukunft mit dem was wir tun sichtbarer werden.“

Ein erster Schritt ist eine neue, freche Beschriftung der vorhandenen Einsatzfahrzeuge. „Kehr Force One“ steht da nun in großen Buchstaben auf der kleinen Kehrmaschine in Anlehnung an das bekannteste Dienstflugzeug der Welt: Die Air Force One, die den US-Präsidenten durch die Welt fliegt. Die große orangene Kehrmaschine trägt den Schriftzug „We take kehr“ was so viel heißen soll, wie: wir kümmern uns darum, passen auf und schaffen was weg.

Selbstbewusst will der Eschweger Baubetriebshofs von nun an auftreten und seinen Anspruch als kommunaler Dienstleister in der Region unterstreichen. Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe unterstützt die neue Öffentlichkeitsarbeit. Seine Söhne Carl und Ludwig fungierten als Taufpaten und nahmen die Taufe eigenhändig mit Wasserbomben vor. Anschließend gab es für die Jungs eine Ehrenrunde mit der Kehrmaschine auf dem Betriebsgelände.

Von Kristin Weber

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