Stadtnah und im Grünen

Barrierefreie Wohnanlage der Awo in Eschwege wurde am Mittwoch offiziell eröffnet

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In der neuen Wohnung: Einrichtungsleiter Christian Heller (links) und Geschäftsführer Michael Schmidt besuchen Birgit Pasewaldt, die zu den ersten Bewohnern der Wohnanlage gehört. 

Eschwege. Am Mittwoch wurde die neue barrierefreie Wohnanlage der Awo in Eschwege offiziell eröffnet. Das Besondere: Die Bewohner können hier Hilfsdienste individuelle dazu buchen.

Birgit Pasewaldt fühlt sich wohl in ihrer neuen kleinen Wohnung. „Hier bekomme ich die Hilfe, die ich benötige, ich wohne dicht an der Innenstadt und trotzdem im Grünen“, sagt die 68-Jährige. Die Rentnerin gehört zu den ersten Bewohnern der barrierefreien Wohnanlage, die die Arbeiterwohlfahrt an der Cyriakusstraße in Eschwege gebaut hat.

In der neuen Wohnung: Einrichtungsleiter Christian Heller (links) und Geschäftsführer Michael Schmidt besuchen Birgit Pasewaldt, die zu den ersten Bewohnern der Wohnanlage gehört. 

Anfang des Monats sind die ersten Mieter eingezogen. „Das ist ideal hier“, freut sich Birgit Pasewaldt. Nach dem Tod ihres Mannes hat sie ihr Haus in Langenhain verkauft und ist in die Kreisstadt umgezogen. „Die Anlage entsteht in bester Wohnlage und fügt sich bestens in die Umgebung ein“, hatte Bürgermeister Alexander Heppe schon beim Richtfest Ende vergangenen Jahres festgestellt. Mehr als sechs Millionen Euro hat die Arbeiterwohlfahrt in das Projekt mit den 42 Wohnungen investiert.

Das Besondere: Die Bewohner können Service und Hilfe nach ihren individuellen Bedürfnissen hinzubuchen – vom einfachen Grundangebot für 35 Euro im Monat bis zur Vollpflege. 25 Wohnungen sind bereits vermietet, 17 noch zu haben. Die monatliche Kaltmiete bewegt sich nach Angaben von Einrichtungsleiter Christian Heller zwischen knapp über 500 Euro und 735 Euro.

Nach Angaben von Michael Schmidt, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Nordhessen, sind die einzelnen Einheiten zwischen 56 und 83 Quadratmeter groß; alle haben Balkon oder Terrasse. Darüber hinaus stehen ein Gemeinschaftsraum und eine Grillhütte Mietern, aber auch Besuchern zur Verfügung. Und das besondere Highlight: Eine großzügig ausgestattete Dachterrasse verspricht besondere Aufenthaltsqualität. Die alten Menschen haben den Leuchtberg mit Bismarckturm von dort stets vor Augen und außerdem einen Blick über die ganze Stadt. 

Nach Angaben von Architekt Alexander Felde ist die Gesamtfläche 4700 Quadratmeter groß, die Nutzfläche liegt bei gut 4000 Quadratmetern. Das komplette Areal misst 5400 Quadratmeter. Die Barrierefreiheit geht über die Mindestanforderungen weit hinaus. Ein Beispiel: Statt der zulässigen Schwellenhöhe von zwei Zentimetern gibt es diese Art der Hindernisse in dem Gebäudekomplex gar nicht.

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