Junge und alte Menschen leben in einem gemeinsamen Quartier

Konzept zur Dorfentwicklung: Wohnmodell für Generationen

Eschwege. Die Mehrgenerationenwohnanlage im Stadtteil Niederdünzebach ist eines von mehreren möglichen Projekten. Betreutes Wohnen für Senioren, attraktive Wohnungen für junge Familien und eine Gemeinschaftsanlage rund um das heutige Dorfgemeinschaftshaus gehören zu dem Ensemble, das Teil des kommunalen Entwicklungskonzeptes ist.

In allen sieben Eschweger Stadtteilen werden bis 2021 öffentliche Projekte dieser Art gefördert.

Mit 63 Prozent, maximal aber 1,2 Millionen Euro unterstützt das Land Hessen diese Vorhaben, die Stadt Eschwege steuert die übrigen 37 Prozent, maximal also 440 000 Euro bei. Im Haushalt 2015 sind bereits 160 000 Euro veranschlagt - unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Stadtverordnetenversammlung, die auch über das Entwicklungskonzept noch zu beschließen hat.

Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe und Erster Stadtrat Reiner Brill berichteten jetzt von den Plänen. Das Konzept baue auf zwei Säulen auf. Neben den sogenannten öffentlichen Projekten werden nämlich auch private Sanierungsvorhaben mit gefördert. Modernisierung an und in privaten Gebäuden bezuschusst das Land mit 30 Prozent, höchstens aber 45 000 Euro pro Vorhaben. Schon mehr als achtzig Hauseigentümer haben sich beraten lassen.

„Es geht um die Erhaltung von Bausubstanz, auch darum, die Infrastruktur so zu verbessern, das die alten Menschen länger bleiben können und die jungen bleiben wollen“, erklärt Bürgermeister Heppe. Neben den üblichen Vorhaben von Dorferneuerung werden mit dem Konzept auch weitreichende Pläne wie die Mehrgenerationenwohnanlage in Niederdünzebach verfolgt. „Unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung ist genau das ein richtiges Projekt“, sagt Stadtrat Brill. Unter vier Themenfeldern ist die Planung zusammengefasst:

• Städtebau und Gestaltung, inklusive Verkehr;

• Marketing;

• Wirtschaftliche Infrastruktur inklusive Tourismus;

• Leben im Dorf;

In Albungen soll die Anbindung an die Werra über einen Bootsanleger hergestellt werden - ein Gemeinschaftsprojekt zur Tourismusförderung mit der örtlichen Gastronomie. Wenn die Stadtverordnetenversammlung dem Konzept zustimmt, können Projekte vorgeschlagen werden, der Magistrat entscheidet über die Anmeldung zur Förderung.

Von Harald Sagawe

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