CDU und FWG wollen Göttinger Studenten für das Wohnen in Eschwege begeistern

Eschwege. In der Unistadt Göttingen herrscht Wohnungsnot. CDU und FWG wollen deshalb die Studenten nach Eschwege locken.

In Göttingen waren zu Beginn des Wintersemesters im vergangenen Jahr 1200 Studenten ohne Wohnung. Inzwischen würden sehr hohe Mieten verlangt und in der Folge Anfahrtszeiten aus dem Umland zur Universität von bis zu einer Stunde akzeptiert, wissen die Fraktionsvorsitzenden von FWG und CDU in der Eschweger Stadtverordnetenversammlung, Andreas Hölzel und Stefan Schneider. Davon soll die Kreisstadt profitieren.

Vom Stadtbahnhof in Eschwege ist die Göttinger Universität mit der Cantus-Bahn in gerade 40 Minuten zu erreichen - und das mit dem Semesterticket sogar kostenlos. Studenten aus Göttingen sollen in Eschwege wohnen und täglich pendelt. Das ist die Idee von FWG und CDU. Beide Fraktionen haben einen gemeinsamen Antrag formuliert, der am Donnerstagabend auf der Tagesordnung steht.

Die Fraktionsvorsitzenden Hölzel und Schneider können sich vorstellen, mit dem Angebot neue Einwohner für Eschwege zu gewinnen. Mit der größeren Nachfrage nach Wohnraum könnten Eigentümer wieder Interesse finden, in ihre Wohnungen und Häuser zu investieren. Das hätte zum Ergebnis, dass der Wohnraum attraktiver würde.

„In Eschwege gibt es Wohnraumentwicklungspotenzial als auch noch zu entwickelnde Flächen im Bahnhofsumfeld“, heißt es in dem Antrag. Das Krankenhaus in Eschwege sei Lehrkrankenhaus der Universitätsklinikums - eine Verbindung bestehe somit bereits. „Es geht jetzt darum, mit den Verantwortlichen in Göttingen ins Gespräch zu kommen, Wohnungseigentümer anzusprechen und den öffentlichen Nahverkehr einzubeziehen“, sagt Hölzel.

Die Rolle der Stadt könne nur eine moderierende sein, so Schneider. „Wir wollen den Prozess anschieben, wenn es funktioniert, kann etwas Feines dabei herauskommen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende, „wenn alle Beteiligte Interesse haben, bekommen wir das hin.

Von Harald Sagawe

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare