Zahl der Kinder in den Grundschulen steigt - Förder- und Grundschullehrer fehlen

Werra-Meißner. Die Zahl der Kinder an den Grundschulen wächst: Im nächste Woche beginnenden neuen Schuljahr besuchen 135 Kinder mehr als im vergangenen Schuljahr die Grundschulen in den Kreisen Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg – jeweils die Hälfte in beiden Kreisen.

Die Leiterin des Staatlichen Schulamts, Anita Hofmann, und ihr Stellvertreter, Gerhard Finke, erklärten, der Anstieg der Schülerzahl in den Grundschulen sei zum Teil auf eine positive demografische Entwicklung zurückzuführen, aber auch auf Flüchtlingskinder, die bisher noch zur Sprachförderung in den sogenannten Intensivklassen zusammengefasst waren.

Was die Zahl der ABC-Schützen angeht, verzeichnet Hersfeld-Rotenburg einen Zuwachs um 50 Kinder auf 1000. Im vergangenen Schuljahr waren es noch 950. In Werra-Meißner liegt die Zahl unverändert bei 750 Erstklässlern.

Die Gesamtschülerzahl im Schulamtsbezirk sinkt allerdings weiter – vor allem durch Rückgänge im nördlichen Teil des Schulamtsbezirks. 20 130 Schüler besuchen ab nächster Woche wieder die Schulen, 211 weniger als im vorigen Schuljahr. Der Rückgang erklärt sich aber allein aus den Zahlen im Werra-Meißner-Kreis, rund um Rotenburg und Bad Hersfeld gibt es ein leichtes Plus. Wegen gestiegener Schülerzahlen an den Grundschulen werden mehr Klassen gebildet und mehr Lehrer benötigt. 33 Lehrkräfte wurden neu eingestellt, aber vier Grundschullehrkräfte zum Einsatz in Hersfeld-Rotenburg würden noch gesucht, erklärten Anita Hofmann und Gerhard Finke.

Der Grundunterricht könne in allen Schulstufen zu 100 Prozent abgedeckt werden – mit Ausnahme der Förderschulen. Man sucht noch händeringend nach ausgebildeten Lehrkräften, aber es mangelt an geeigneten Bewerbern – trotz Einstellungen und Weiterbildung. (ank)

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