Zahl der Unfälle mit Motorrädern gesunken

Erfreuliche Nachrichten von der Polizeidirektion Werra-Meißner: Die Verkehrsunfälle mit Motorradfahrern sind in den vergangenen Jahren im Kreis stetig zurückgegangen. Während die Polizei 2014 noch 56 Motorradunfälle meldete, waren es 2015 bereits nur noch 37.

Im vergangenen Jahr sank die Zahl erneut, auf 31 Unfälle. Und das, obwohl die Zulassungen im Kreis – wenn auch nur leicht – gestiegen sind.

2014 waren im Landkreis 6314 Motorräder zum Stichtag 31. Dezember zugelassen. Ein Jahr später waren es 85 mehr. 2016 meldet die Kreisverwaltung mit 6481 Zulassungen einen Anstieg um weitere 82. Im hessenweiten Vergleich schneidet der Werra-Meißner-Kreis gut ab. Das könne jedoch auch daran liegen, wie Thomas Beck, Leiter der Polizeidirektion Eschwege erklärt, dass es nur eine beliebte Strecke für Motorradfahrer gibt – den Meißner. Denn mit der Rhön, dem Vogelsberg und dem Edersee liegen viele für Biker beliebte Ziele außerhalb des Werra-Meißner-Kreises.

 Insgesamt verunglückten laut der Polizei in Hessen von 2014 bis 2016 etwa 6200 Motorradfahrer. 4700 Menschen verletzten sich, 1700 davon schwer. 113 Fahrer kamen dabei ums Leben. Gründe hierfür seien meistens eine überhöhte Geschwindigkeit, Fehler beim Abbiegen und das Missachten der Vorfahrt. 2016 startete die hessische Polizei daher das sogenannte „Bike- Konzept“. Geschwindigkeitskontrollen und Überprüfungen der technischen Zustände der Motorräder sollen die Unfälle reduzieren. 

Mittlerweile wurde das Projekt um die Präventionskampagne „Du hast es in der Hand“ erweitert. Mehrere dafür produzierte Filme sollen Biker über das richtige Fahrverhalten informieren. So berichtet zum Beispiel ein Motorradfahrer über seinen Unfall, ein Polizist erzählt von Erlebnissen mit Bikern. Die Videos und weitere Informationen gibt es unterwww.polizei.hessen.de

Von Julia Henniges

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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