Praxen plagen Nachwuchssorgen

Zehn freie Hausarztsitze im Landkreis

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Werra-Meißner – Ärzte sind Mangelware auf dem Land – das ist auch im Werra-Meißner-Kreis längst bekannt. Laut Petra Bendrich, Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, fehlen vor allem Hausärzte.

„Für 1671 Einwohner muss mindestens ein Hausarzt zur Verfügung stehen – das ist die Vorgabe“, sagt sie. Noch sei diese Zahl gedeckt, doch der Mangel verschärfe sich.

In Eschwege, Hessisch Lichtenau, Sontra und Witzenhausen, den vier Mittelbereichen des Kreises, gibt es derzeit 64 Hausarztsitze. „Idealerweise sollten es laut Bedarfsplanung aber 73,5 sein“, erklärt die Sprecherin der KV. 9,5 Sitze seien demnach unbesetzt. Vor allem strukturärmere Mittelbereiche wie Sontra, der sowohl im Werra-Meißner-Kreis als auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg liegt, trifft der Hausarztmangel stark. Hier ist sogar mehr als ein Drittel der zu besetzenden 9,5 Hausarztsitze frei.

Dr. Klaudia Ress, Sprecherin der Ärzte im Werra-Meißner-Kreis, sieht das Problem vor allem in der langfristigen Planung. „Die Bedarfsplanung richtet sich immer nach dem aktuellen Stand.“Viel wichtiger sei es, einzubeziehen, wie viele ältere Ärzte sich in den kommenden Jahren in den Ruhestand verabschieden werden.

Mit Projekten wie Gesundheitszentren, Pendeldiensten und Weiterbildungen versuchen Ärztebündnis, KV und Kreis dem Mangel entgegenzuwirken.  

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