Ärzte bieten Bereitschaftsdienstpraxis und Hausbesuche an

Zentraler Notdienst startet am 1. Januar

Eschwege. Der hausärztliche Bereitschaftsdienst wird zum 1. Januar 2014 hessenweit neu organisiert und zentralisiert. Die niedergelassenen Ärzte werden den Werra-Meißner-Kreis dann in zwei Bereiche teilen: Nord (Altkreis Witzenhausen) und Süd (Altkreis Eschwege).

Patienten im südlichen Kreisteil wählen dann die neue hessenweit gültige Notrufnummer 116 117. Die Nummer ist rund um die Uhr geschaltet, der Anruf landet in der Ärztlichen Bereitschaftsdienst-Leitstelle Hessen Süd mit Sitz in Frankfurt. Dort fragt medizinisch geschultes Personal Daten wie Personalien, Krankenkasse und das akute medizinische Problem ab und vermittelt weiter. Je nach Art der Erkrankung wird mit mobilen Patienten vereinbart, zu einer Untersuchung in eine Ärztliche Bereitschaftsdienst-Zentrale zu fahren. Sind Anrufer nicht mobil oder hat die Ärztliche-Bereitschaftsdienst-Zentrale geschlossen, wird veranlasst, dass ein Arzt die Patienten zu Hause aufsucht. Auch eine Beratung am Telefon ist möglich, in Frankfurt stehen dafür Ärzte bereit.

Die Ärztliche-Bereitschaftsdienst-Zentrale für den südlichen Kreisteil ist im Klinikum Werra-Meißner am Standort Eschwege. Die niedergelassenen Ärzte kooperieren mit dem Klinikum, die Räume und medizinisches Gerät zur Verfügung stellt, sind aber für Organisation, Finanzierung und Ablauf selbst verantwortlich.

Die neue Bereitschaftspraxis am Klinikum arbeitet ohne Terminvergabe und wird außerhalb der normalen Sprechzeiten der Hausärzte immer geöffnet sein.

Bei Symptomen wie starken Herzbeschwerden, Bewusstlosigkeit, schweren Verbrennungen oder anderen akuten lebensbedrohlichen Symptomen muss aber weiterhin sofort der Rettungsdienst unter der Nummer 112 angefordert werden. Hier finden Patienten jederzeit innerhalb kürzester Zeit Hilfe.

Von Alia Shuhaiber

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