Hausärzte bieten Bereitschaftspraxis und Hausbesuchs-Dienst an

Zentraler Notdienst startet am 1. Juli

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Werra-Meißner. Der hausärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) wird neu organisiert und zentralisiert. Am 1. April werden die niedergelassenen Ärzte den Werra-Meißner-Kreis in zwei Bereiche teilen: Nord (Altkreis Witzenhausen) und Süd (Altkreis Eschwege).

In Eschwege allerdings gilt die Neuregelung erst zum 1. Juli. Ist der eigene Hausarzt nicht zu erreichen, können sich Patienten an den ÄBD wenden - wenn kein Notfall vorliegt und eine ambulante Versorgung ausreicht. „Bei starken Herzbeschwerden, Bewusstlosigkeit, schweren Verbrennungen oder anderen akuten lebensbedrohlichen Symptomen muss immer noch sofort über die 112 der Rettungsdienst angefordert werden“, sagt Petra Bendrich, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen mit Sitz in Frankfurt.

Bundesweit einheitlich

Die bundesweit einheitliche Telefonnummer 11 61 17 wurde im vergangenen Jahr in weiten Teilen Hessens eingeführt. Eschwege, so Bendrich, könne aufgrund mangelnder Ressourcen nicht früher starten.

Sowohl über die 0 69/1 92 92 als auch über die 11 61 17 erreicht man rund um die Uhr die Ärztlichen Bereitschaftsdienst-Leitstelle Hessen-Süd in Frankfurt. Dort fragt medizinisch geschultes Personal Daten wie Personalien, Krankenkasse und das akute medizinische Problem ab und vermittelt weiter - zum Beispiel an den notdiensthabenden Arzt vor Ort, der zu Hausbesuchen aufbricht, oder in kritischen Fällen direkt an den Rettungsdienst. Auch eine Beratung am Telefon ist möglich, in Frankfurt stehen dafür Ärzte bereit.

Zusätzlich wird es eine Anlaufstelle für Patienten im Krankenhaus geben. Die Ärzte kooperieren mit dem Klinikum, die Räume und medizinisches Gerät zur Verfügung stellt, sind aber für Organisation, Finanzierung und Ablauf selbst verantwortlich. Die neue Bereitschaftspraxis arbeitet ohne Terminvergabe und wird außerhalb der normalen Sprechzeiten der Hausärzte immer geöffnet sein. (bet/kbr)

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