Elf Frauen haben Zertifikate bei Let's work erhalten 

Die Teilnehmerinnen des Kurses halten ihre Zertifikate in die Höhe. 
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Bekamen ihre Zertifikate überreicht: Teilnehmerinnen des Weiterbildungsprojekts der Familienbildungsstätte. 

Elf Teilnehmerinnen des Projektes „Let's work“ haben in der Evangelischen Familienbildungsstätte-Mehrgenerationenhaus ihre Zertifikate überreicht bekommen und damit die Canhce auf ein selbstbestimmtes Leben. 

Eschwege. Elf Teilnehmerinnen des Projektes „Let's work“ haben in der Evangelischen Familienbildungsstätte-Mehrgenerationenhaus ihre Zertifikate überreicht bekommen. Obwohl die Zahl der Gäste aufgrund der Corona-Situation reduziert war, strahlen die Frauen stolz in die Kamera.

Hauptsächlich junge Mütter 

Es sind hauptsächlich junge Mütter, die aus verschiedensten Teilen der Welt in Eschwege gelandet sind und sich hier eine neue Zukunft aufbauen wollen. In den zehn Monaten, die das Projekt dauerte, konnten sie sich an vier Tagen pro Woche weiterbilden, während sie am fünften Tag ihr Wissen in ihren Praktikumsstellen umsetzen konnten.

Berufspraktika und Deutschkurse

„Durch zwei längere Praktika und die regelmäßigen wöchentlichen Erfahrungen bekamen die Teilnehmerinnen nicht nur einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Berufsfelder, sondern wir konnten auch in unserem Deutschtraining immer wieder Fragen und Themen aus der Praxis aufgreifen und dadurch einen realistischen, direkten Unterricht gestalten“, erklärt Christina Britsch. Sie führt das Projekt mit ihrer iranisch-stämmigen Kollegin Ainaz Basanjideh durch, die sich durch ihre Kultur und eigene Integrationserfahrungen als „Dolmetscherin der Kulturen“ versteht. „Unser Kurskonzept ist sehr breit gefächert“, so Basanjideh, „neben den wichtigen Themen, wie Profilpass, Deutsch- und Computerunterricht sowie Bewerbungstraining, legen wir auch viel Wert darauf, den Frauen Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben an die Hand zu geben. So lernen sie die Beratungs- und Unterstützungsstellen hier im Kreis kennen, machen Selbstverteidigungstraining und auch dem Thema Frauenrechte geben wir grundsätzlich einen großen Raum.“

Wie ihre berufliche Zukunft weitergeht, ist sehr unterschiedlich. Die meisten Frauen müssen nach wie vor ihre Deutschkenntnisse aufbessern, bevor sie eine Ausbildung starten können. „Aber mit einem Ziel vor Augen, das sie sich hier erarbeitet haben, lassen sich die langen Lernwege gut durchhalten“, so Christina Britsch.

Nariman Hamza beginnt Teilzeitausbildung 

Besonders glücklich ist Nariman Hamza, sie kann direkt in eine Teilzeitausbildung als Frisörin wechseln. „Ich bin so glücklich über dieses Angebot und diese Möglichkeit, denn ich liebe den Beruf sehr“, sagt sie.

Telefonkontakt während des Lockdows

Während des Lockdowns haben die beiden Kursleiterinnen telefonischen Kontakt zu den Teilnehmerinnen gehalten und sind nach den ersten Lockerungen zu Einzelgesprächen bei Spaziergängen übergegangen. „Wir sind froh, dass die Teilnehmerinnen jetzt für eine kurze Zeit in der FBS zusammenkommen konnten“, so Gudrun Lang, Leiterin der Familienbildungsstätte. Sie hebt die gute Zusammenarbeit mit dem Fachbereich 4 für Jugend, Familie und Soziales des Werra-Meißner-Kreises und dem Jobcenter Werra-Meißner hervor. Die nächste „Let's work“-Maßnahme startet Anfang September. Interessierte Teilnehmerinnen können sich in der Familienbildungsstätte oder bei Manuela Zimmermann vom Jobcenter melden.  red

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