Zombie Walk: Halloween außerhalb der Saison

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Wer am Zombie Walk teilnehmen möchte, braucht ein ausgefallenes Kostüm mit hohem Grusel-Faktor.

Jedes Jahr an Halloween ziehen verkleidete Kinder durch die Straßen und fordern „Süßes oder Saures!“ Auch Erwachsene lieben das Verkleiden und mutieren gerne mal zum Zombie. Seit einigen Jahren ist das gruselige Treiben nicht mehr nur auf Halloween beschränkt: Der Zombie Walk hat Hochkonjunktur.

Gruselige Kostüme, schaurige Accessoires und literweise Kunstblut faszinieren Erwachsene genauso wie Kinder: Halloween wird schon lange nicht mehr nur in den USA „gefeiert“. Die Lust am Verkleiden mit den morbiden Halloween-Kostümen nimmt in Deutschland jedes Jahr zu.

Viele Menschen sind mit solcher Begeisterung dabei, dass sie sich auch in ihre schaurigen Kostüme werfen, wenn gerade nicht Halloween ist: Rund um den Erdball erfreut sich der sogenannte Zombie Walk wachsender Beliebtheit. Dabei verkleiden sich Grusel-Fans mit möglichst grässlichen Kostümen, malen sich abscheuliche Wunden auf und schwingen blutige Gummi-Utensilien. So verunstaltet ziehen sie wie ein morbider Karnevalsumzug friedlich durch die Innenstädte.

Der Sinn? Einfach nur Zombie sein!

Wer einen Sinn hinter den Grusel-Events sucht, wird keinen finden: Die als Zombie verkleideten Teilnehmer wollen weder eine Botschaft vermitteln noch einen Protest ausdrücken. Sie haben einfach Spaß an gruseligen Verkleidungen – auch außerhalb von Halloween.

Wie der Zombie Walk entstand

Der erste Zombie Walk fand im Jahr 2001 in Sacramento statt – als Werbung für eine Fernsehserie. Die Aktion kam an: Viele Menschen waren so begeistert, dass sie sich selbst als Zombie verkleiden und an dem Umzug teilnehmen wollten. 2003 wurde in Toronto der erste nicht-kommerzielle Zombie Walk veranstaltet. Knapp zehn Jahre später hat sich die Idee zu Mega-Events entwickelt: Im November 2011 nahmen in Mexiko mehr als 10.000 Verkleidete an einem riesigen Zombie Walk teil.

Auch in Deutschland ist die Veranstaltung inzwischen in vielen Städten Kult. Beim Zombie Walk in München, Berlin, Leipzig und anderen Großstädten ziehen jedes Jahr Hunderte Grusel-Fans durch die Innenstadt.

Das Kostüm: Löcher, Schmutz und viel Blut

Wer bei einem Zombie Walk nicht nur als Zuschauer dabei sein möchte, braucht ein spektakuläres Kostüm – denn unter den viele originellen Verkleidungen ernten Plastikmasken oder farbige Kontaktlinsen höchstens ein abfälliges Zombie-Gähnen. Hier ein paar Tipps:

  • Kunstblut ist Pflicht – je mehr, desto besser. Täuschend echt aussehendes Kunstblut gibt es günstig im Internet zu kaufen. Wer es lieber selbst herstellen möchte, greift zu Erdbeer-, Kirsch- oder Traubensaft. Eingerührtes Kakaopulver sorgt für die richtige Konsistenz und Farbe.
  • Ob morbides Hochzeitskleid oder ausgefallener Anzug: Die Kleidung für den Zombie Walk muss löchrig und gammelig wirken. Mit der Schere Fetzen zu schneiden ist nur der erste Schritt. Einen tollen Gebraucht-Effekt erreicht man, wenn man mit einem rauen Stein über die Kleidung schabt. Mehl, Erde und Ruß erzeugen realistische Flecken. Dafür reicht es schon, ein paar Blätter Papier zu verbrennen und die Reste auf das Kostüm zu schmieren.
  • Zu jedem Zombie-Kostüm gehören morbide Accessoires – von abgeschnittenen Gliedmaßen aus Gummi über Monsterhände und -füße bis hin zu blutigen Schaumstoff-Äxten. Mindestens ein ausgefallenes Accessoire muss jedes gute Zombie-Kostüm zieren.

Grundsätzlich gilt: je kreativer, desto besser. Einziges Tabu sind Kostüme, die an moderne Kriegseinsätze erinnern. Sie können den Menschen nicht nur echte Angst einjagen, sondern lösen mitunter einen realen Polizeieinsatz aus.

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