Ausschüsse empfehlen, nicht über Mittelaufstockung zu beraten

Zunächst nicht mehr Geld für die Stadthalle

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Im Inneren der Stadthalle ist der Fortschritt größer, als es von außen zu erahnen ist

Die Stadtverordnetenversammlung wird in ihrer Sitzung heute Abend voraussichtlich keine weiteren Mittel für die Stadthalle bewilligen. Der Bau- und Planungs- sowie der Finanzausschuss empfehlen dem Parlament, der vom Magistrat geforderten Finanzierungsnachbesserung zunächst nicht zuzustimmen. Das Thema Stadthalle soll von der Tagesordnung genommen werden.

Eschwege. Magistrat und Verwaltung hatten die beiden Ausschüsse am Dienstagabend erneut mit höheren Kosten konfrontiert. Diesmal geht es um den Ausbau der Hoteletage sowie des Restaurants. Insgesamt fehlen 415 000 Euro. Die Sanierung des Hoteltraktes war zunächst mit 165 000 Euro veranschlagt worden, soll jetzt aber 382 000 Euro kosten.

Die Ausschussmitglieder hatten die neuen Zahlen erst am Sitzungstag bekommen, was zu heftiger Kritik führte. „Nicht zum ersten Mal wurden wir so kurzfristig informiert“, klagt SPD-Fraktionschef und Bauausschussvorsitzender Alexander Feiertag, „die Fraktionssitzung vom Vortag war damit hinfällig.“ Bürgermeister Alexander Heppe kündigte an, die Kostenschätzung der Planer „deutlich unterschreiten“ zu wollen. Der Bauhof soll ein Musterzimmer ausbauen. Darüber würden die Standards und die tatsächlichen Kosten für den Hoteltrakt ermittelt. Die Kosten dieses Musterzimmers werden mit 10 000 bis 15 000 Euro veranschlagt. Einen entsprechenden Auftrag an den Bauhof hat die Verwaltung inzwischen zurückgezogen, weil die Zustimmung des Parlamentes erforderlich ist, aber nicht vorliegt.

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Zuletzt war im Magistrat kritisiert worden, dass die für kommendes Jahr veranschlagten Ausgaben von bisher 460 000 auf 870 000 Euro steigen sollen. Die Inbetriebnahme wird sich ebenfalls verzögern. Der mit dem Pächterehepaar Benning vereinbarte Termin zum 1. März könne wohl nicht eingehalten werden, heißt es aus dem Magistrat.  
Von Harald Sagawe

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