Kriminalstatistik

Zunahme bei den Einbrüchen

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Polizeidirektor Thomas Beck, Polizeivizepräsident Bernd Paul und Kriminalhauptkommissar Lothar Pippert legen die Kriminalstatistik vor.

Eschwege. Besonderen Stellenwert nehmen Wohnungseinbrüche in der Kriminalstatistik ein. Das hängt auch damit zusammen, dass die Bedeutung für die Opfer ungleich größer ist als bei anderen Eigentumsdelikten.

Kriminalhauptkommissar Lothar Pippert und Polizeidirektor Thomas Beck wiesen gestern in Eschwege während der Präsentation der Statistik für das vergangene Jahr darauf hin, dass die Betroffenen hier in ihrem ganz persönlichen Lebensumfeld attackiert würden.

Mit 79 Wohnungseinbrüchen ist die Zahl gemessen an den insgesamt fast 5400 Straftaten zwar verhältnismäßig gering, hat allerdings im Vergleich zu 2011 um mehr als 50 Prozent zugenommen und stellt den zweithöchsten Wert der zurückliegenden fünf Jahre dar. Geglückt sind im vergangenen Jahr 49 Einbruchsversuche, 30 scheiterten. Die Gründe dafür können nach Angaben der Kriminalisten vielfältig sein, einer sei aber zweifellos die gute Präventionsarbeit.

Im Vergleich mit den anderen Direktionen des Polizeipräsidiums Nordhessen wurden die wenigsten Wohnungseinbrüche angezeigt. „Die Aufklärungsquote von mehr als dreißig Prozent ist ein guter Wert“, lobte Polizeivizepräsident Bernd Paul die Arbeit seiner Kollegen im Werra-Meißner-Kreis.

Tötungsdelikte spielen kaum eine Rolle

Tötungsdelikte spielen im Werra-Meißner-Kreis kaum eine Rolle. 2012 wurden lediglich drei Versuche festgestellt. Die sogenannten Roheitsdelikte umfassen das weite Spektrum der Körperverletzungen und reichen von der Kirmes-prügelei bis zur schweren beziehungsweise gefährlichen Körperverletzung.

Eine deutliche Zunahme der Vorfälle registrierten die Statistiker bei den sogenannten Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte. Dabei wurden im vergangenen Jahr 22 Polizisten verletzt. „Der Respekt gegenüber der Polizeiuniform ist gesunken“, hat Polizeidirektor Beck festgestellt und auf die Folgen hingewiesen, die mitunter beträchtlich seien: „Eine Kollegin ist seit 2009 im Krankenstand.“

Stark zugenommen und ein wachsendes Ärgernis sind Diebstähle von Autoteilen sowie Sachbeschädigungen an Fahrzeugen.

Von Harald Sagawe

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