Alt und Jung haben im Werra-Meißner-Kreis viele Chancen, sich zu unterstützen

Zusammen geht es besser

Im Erfahrungsparcours konnten die Teilnehmer ihre Sinne schärfen.

Eschwege. Besonders das interaktive Theater war ein großer Erfolg: Das Publikum im Eschweger E-Werk nutzte die Gelegenheit, sich in das Bühnengeschehen zur Eröffnung des Tages der Generationen einmischen zu können, sehr rege und vor allem im Sinne eines guten Miteinanders von Alt und Jung.

Genau darum, nämlich die Bedürfnisse der verschiedenen Generationen in einer vom demografischen Wandel gezeichneten Region, genau in den Blick zu nehmen und diese durchaus auch zusammenzubringen, ging es den Organisatoren dieser federführend vom Qualitätszirkel Senioren organisierten Veranstaltung. So stand vor allem auch die Ermöglichung eines gewissen Perspektivwechsels im Vordergrund. Gerade der eigens von verschiedenen Kooperationspartner mit viel Liebe zum Detail aufgebaute Erfahrungsparcours trug hier dazu bei: „Ziemlich erstaunlich, wie schwer das Leben so ist, wenn man nicht richtig laufen, sehen und hören kann“, stellte auch Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe fest, als er im Alterssimulationsanzug versuchte, Kleingeld aus seiner Geldbörse zu kramen. Zuvor hatte er wie Schirmherr Landrat Stefan Reuß bei der offiziellen Begrüßung dazu aufgerufen, das Miteinander der Generationen im Sinne einer offenen und funktionierenden Gesellschaft gezielt anzustreben: „Bei uns soll niemand ausgegrenzt oder diskriminiert werden“, sagte Reuß, „wir wollen ein Kreis sein, der nicht allein für die Jungen oder für die Alten da ist, sondern für alle.“ Dass da vor allem der Einzelne viel bewegen kann, zeigte auch die Auseinandersetzung mit dem Thema durch das Junge Theater: Wie sollen die aussterbenden Gesangsvereine junge Mitglieder gewinnen, wenn sie nicht bereit sind, Neues zu wagen? Wie können die Generationen Rücksicht aufeinander nehmen und sich gegenseitig helfen, anstatt sich ständig nur Vorwürfe zu machen?

Das Publikum entwickelte hier tolle Ideen: Ein neues Repertoire könnte helfen oder eine aktive Nachbarschaft, in der man sich unterstützt. Das war schließlich auch Essenz der abschließenden Podiumsdiskussion des evangelischen Forums, wenngleich hier auch auf die Bedeutung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aufmerksam gemacht wurde. Auch die verschiedenen Fachvorträge im E-Werk erfreuten sich guter Resonanz.

Von Melanie Salewski

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