Hauptausschuss empfiehlt, Rückzug Wanfried aus Tourismusverband zu akzeptieren

Zustimmung zum Austritt

Aussteiger: Vom kommenden Jahr an ist die Stadt Wanfried - hier eine Aufnahme von der Schlagd - nicht mehr Mitglied des gemeinsamen Tourismuszweckverbandes mit Eschwege und Meinhard. Foto: Archiv

Eschwege. Der Hauptausschuss der Eschweger Stadtverordnetenversammlung empfiehlt dem Parlament der Kreisstadt, den Austritt Wanfrieds aus dem gemeinsamen Tourismuszweckverband zu akzeptieren. Die CDU und ein SPD-Abgeordneter votierten am Mittwochabend für die Empfehlung, die übrigen SPD-Vertreter und der Stadtverordnete der Grünen enthielten sich der Stimme.

Ausschussvorsitzender Karl Montag (SPD) und sein Parteikollege Jörg Heinz kritisierten die ihrer Ansicht nach zu geringe Abfindung. „Der Austritt Wanfrieds ist der falsche Weg und ein falsches Signal“, so Heinz. Befürchtungen Montags, auch Meinhard könne den Verband aus Kostengründen verlassen, widersprach Bürgermeister Alexander Heppe. „Die bleiben dabei“, sagte Heppe und berief sich auf Stellungnahmen seines Meinharder Amtskollegen Gerhold Brill.

Wanfried bleibt noch ein Jahr Mitglied des gemeinsamen Verbandes mit Meinhard und Eschwege und zahlt anschließend einen Betrag in Höhe von 30 000 Euro für das eigene Ausscheiden.

Die beiden verbliebenen Gesellschafter werden von 2017 an den Ausfall des dritten Beitragszahlers zu kompensieren haben. Bei Gesamtkosten von 287 000 Euro beträgt die Einnahmelücke dann 37 000 Euro. Jutta Riedl, Geschäftsführerin des Zweckverbandes, betonte am Mittwochabend mehrfach, dass sie personelle Einsparpotenziale nicht sieht. Die Mitarbeiterinnen seien bereits heute am Limit ihrer Leistungsfähigkeit. Und mit dem Austritt Wanfrieds würden die Fixkosten kaum geringer, und auch der Arbeitsaufwand bleibe nahezu auf dem jetzigen Niveau.

Jörg Heinz forderte engere Kooperation mit der Tourismus Marketinggesellschaft des Kreises, in der die Stadt Eschwege ebenfalls zahlendes Mitglied ist. 25 000 Euro beträgt hier der Jahresbeitrag. Synergieeffekte müssten genutzt werden

Jutta Riedl sprach während der Ausschusssitzung am Montagabend von deutlich unterschiedlichen Aufgabenstellungen der Marketinggesellschaft und der Touristinformation.  Artikel unten

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare