Unfallstatistik der Polizei

Neuer Tiefststand: Nur zwei Tote bei Verkehrsunfällen im Werra-Meißner-Kreis

Unfall Mitterode
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Ein Unfall auf der B 27 bei Sontra MItterode Anfang März

148 Unfälle mehr als 2018, weniger Schwer- und Leichtverletzte, weniger Unfälle mit Fußgängern und mit Kindern und ein historischer Tiefstand bei Unfalltoten ist die Bilanz 2019.

Mit diesen Schwerpunktaussagen stellte die Polizeidirektion am Dienstag ihren Vekehrsbericht 2019 für den Werra-Meißner-Kreis vor.

„Immer noch zwei Tote“ bilanzierte Polizeidirektor Bernd Lindenborn. Dennoch wies die Verkehrsunfallstatistik noch nie weniger Getötete aus. 2018 starben fünf Menschen auf den Straßen im Kreis, 2014 lag die Zahl schon mal bei drei. Rückläufig ist auch die Zahl der bei einem Unfall schwer und leicht Verletzten: 83 (minus 5 gegenüber 2018) beziehungsweise 281 (minus 26). Dafür macht Lindenborn die immer häufiger in Autos eingebauten passiven Sicherungssysteme wie die automatische Abstandshaltung verantwortlich, die gerade klassische Auffahrunfälle vermeiden.

Frank GrubbeRegionaler Verkehrsdienst

Erfreulich ist in den Augen von Leiter Frank Grubbe vom Regionalen Verkehrsdienstauch, dass sich die Zahl der Unfälle mit Verletzten, bei denen Kinder beteiligt waren, von 26 auf 14 im vorigen Jahr nahezu halbiert hat. In elf Fällen saßen sie als Mitfahrer in einem Auto, bei drei Unfällen waren sie als Radfahrer aktiv beteiligt.

Thema Alkohol am Steuer: Bei 41 Unfällen, immerhin sechs weniger als 2018, stand mindestens ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss. In einem Fall waren illegale Drogen im Spiel, bei einem weiteren Unfall Alkohol und Drogen. Auch bedingt durch verstärkte Kontrollen wurden zudem 115 berauschte Autofahrer im vergangenen Jahr erwischt und damit 30 mehr als 2018,

Seit drei Jahren auf hohem Niveau bewegt sich die Zahl der Wildunfälle: 695 (705 im Vorjahr) – für eine ländliche Gegend nicht unnormal, wie Grubbe anmerkte. Hauptsächlich wurden Rehe (413) von Fahrzeugen erfasst. Kollisionen mit Wildschweinen(107), Waschbären (50) und Füchsen (47) liegen in der Statistik dahinter. Und der durch Unfälle entstandene Sachschaden erhöhte sich im vorigen Jahr in der Summe um mehr als 400 000 Euro auf gut 6,2 Millionen Euro.

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