Im Zweifel gilt: Die Security hat immer recht

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Messer und andere gefährliche Gegenstände dürfen natürlich nicht mit auf das Festivalgelände. Die Security schaut bei der Einlasskontrolle genau hin.

Dass Messer und andere Waffen auf einem Festivalgelände nichts zu suchen haben, versteht sich von selbst. Nichtsdestotrotz entdeckte die Security vor einigen Jahren am Eingang bei einem Open-Flair-Besucher eine scharfe Pistole.

Für den Mann war das Festival zu Ende, bevor es begonnen hatte. „Es gibt schon verstrahlte Leute“, weiß Organisationschef Alexander Feiertag. Damit die keine Chance haben, auf das Gelände zu kommen, sind die Einlasskontrollen ausnahmslos gründlich. „Gefährliche Gegenstände“, nennen die Sicherheitsleute all jene Dinge, die nicht mitgenommen werden dürfen. Dazu zählen neben Messern auch alle Arten von Sprühdosen, die als Flammenwerfer missbraucht werden könnten, Kleidungsstücke, die mit Nieten besetzt sind, die länger als drei Zentimeter sind und Regenschirme - nicht nur weil die potenzielle Schlagstöcke sind. Aufgespannt stören sie die Sicht zur Bühne. Allein im vergangenen Jahr wurden 50 kassiert.

Draußen bleiben müssen auch Foto- und Filmkameras sowie Tonaufnahmegeräte. Getränke dürfen die Besucher ausschließlich im Tetrapack - begrenzt auf einen Liter - mitnehmen. „Ausnahmen machen wir höchstens bei Kindern, da erlauben wir schon mal eine Kunststofftrinkflasche“, so Feiertag. Aber auch da wird genau hingeschaut. „Wir hatten schon Freaks, die haben versucht, harten Alkohol in Babyflaschen einzuschmuggeln.“ Hunde und alle anderen Vierbeiner dürfen grundsätzlich nicht auf das Festivalgelände - aus Gründen des Tierschutzes.

Damit es nicht zu langen Wartezeiten am Eingang kommt, werden bis zu sechzehn Gates geöffnet sein. Länger als zehn Minuten sollte niemand warten müssen.

Vor der Bühne darf nur gesurft werden, wenn die Security das mit dem Symbolschwein freigibt. Und auch ansonsten gilt: Die Security hat immer recht. Von den Männern und Frauen ist viel Fingerspitzengefühl verlang. Für Besucher unter achtzehn Jahren gilt natürlich auch während des Open Flair das Jugendschutzgesetz. Nach 22 Uhr dürften Minderjährige nur in Begleitung ihrer Erziehungsberechtigten auf das Festivalgelände. Die Eltern können die Aufsichtspflicht allerdings mit dem sogenannten Mami-Schein delegieren.

Auf dem Gelände stehen zahlreiche Toilettenwagen. Die seien zu benutzen, so Feiertag. „Im Schutz der Dunkelheit tun das viele Besucher nicht - und das sind nicht nur Männer“, weiß der Festivalchef.

Von Harald Sagawe

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