"Keine besondere Eile"

A 44 zwischen Kassel und Helsa: Planung zieht sich weiter hin

Kaufungen / Helsa / Kassel. Die Planung der Autobahn 44 im Abschnitt zwischen Kassel und Helsa wird sich weiter hinziehen. Das hat der Sprecher des hessischen Verkehrsministeriums, Wolfgang Harms, der HNA auf Nachfrage bestätigt.

Die Prüfaufträge, die das Bundesverkehrsministerium in seinem Gesehen-Vermerk erteilt habe, seien sehr umfangreich und „ziemlich aufwendig“. So müsse die vorgelegte Planung für den zehn Kilometer langen Abschnitt bei Kaufungen in 16 Themenbereichen konkretisiert werden. Dabei geht es laut Harms unter anderem um die geplanten Brückenbauwerke, den Arten- und Naturschutz, FFH-Gebiete, die Verkehrssicherheit, den Lärmschutz und die Auswirkungen auf das untergeordnete Straßennetz. Auch eine aktualisierte Verkehrsprognose hatte Berlin angefordert.

Tarek Al-Wazir

Das hessische Verkehrsministerium werde sich jetzt zunächst mit den Planern von Hessen Mobil zusammensetzen, um festzustellen, wo neue Untersuchungen notwendig seien, sagte Harms. „Wir können noch nicht abschätzen, wie lange das dauern wird.“

Sobald man klarer sehe, werde man mit den vom hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) angekündigten Gesprächen mit den betroffenen Kommunen beginnen. Auf einen Zeitpunkt wollte sich der Ministeriumssprecher in Wiesbaden nicht festlegen: „Wir versuchen, es so zeitnah wie möglich zu machen.“ Vermutlich wird es September werden, denn die Prüfung wird einige Wochen in Anspruch nehmen, dann kommen die Sommerferien.

Die Ergebnisse der Prüfaufträge müsse das Land dann wieder dem Bund vorlegen. „Das wollen die nochmal sehen und darüber reden“, so Harms.

Der nach dreijähriger Prüfung der Vorplanung für den A 44-Abschnitt vor zwei Wochen vom Bund erteilte Gesehen-Vermerk sei „noch nicht der finale Stempel“, so der Sprecher aus Wiesbaden. Nach Informationen unserer Zeitung rechnen die Experten der Straßenbaubehörde von Hessen Mobil damit, dass die zusätzlichen Untersuchungen mindestens anderthalb Jahre in Anspruch nehmen werden. Aus gut informierten Kreisen hieß es zudem, dass in Sachen A44-Bau „keine besondere Eile“ gefordert sei.

Von Peter Ketteritzsch und Holger Schindler

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