Drei Verletzte - Stau-Verkehr durch Hann. Münden und Witzenhausen

Lkw-Unfall auf der A7 bei Hann. Münden: Vollsperrung aufgehoben

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Ein Lkw hat seine Ladung verloren: Nach einem Unfall bei Hann. Münden ist die A7 voll gesperrt. Überall auf der Fahrbahn leigen Lebensmittel herum.

Die Vollsperrung auf der A7 ist ab der Anschlussstelle Hann. Münden-Lutterberg in Richtung Hannover ist aufgehoben. Bei einem Unfall mit drei Lkw sind drei Personen leicht verletzt worden.

Aktualisiert um 18.40 Uhr. Auf der Autobahn 7 hat sich am Donnerstagmorgen gegen 8.40 Uhr ein Auffahrunfall mit drei beteiligten Lkw ereignet, die Fahrbahn Richtung Hannover war bis zum Nachmittag voll gesperrt. Gegen 16.25 Uhr wurde die Strecke von der Polizei wieder freigegeben.

Ein 21-jähriger Fahrer eines Tanklastzugs aus Nordrhein-Westfalen, der mit Kunststoffgranulat beladen war, fuhr vermutlich aus Unachtsamkeit ungebremst auf einen Lkw aus Nordhessen auf, der am Ende eines Staus stand. Durch den Aufprall wurde dieses Fahrzeug gegen einen davorstehenden LKW aus Brandenburg geschoben. Der Tanklastzug geriet nach links und stieß gegen die Mittelschutzplanke. Der Auflieger des Sattelzuges aus Nordhessen riss auf und ein Teil der Ladung (diverse Lebensmittel wie Süßigkeiten und Sekt) fiel auf die Fahrbahn. An der Unfallstelle traten außerdem Betriebsstoffe aus.

Drei Lkw waren in den Unfall verwickelt.

Vor Ort sind derzeit die Feuerwehr Staufenberg mit 40 Kräften, der Rettungsdienst, die Polizei und mehrere Abschleppunternehmen. Die Reinigungsarbeiten stehen noch aus. Die Polizei rechnet damit, dass die Vollsperrung bis gegen Mittag bestehen bleibt.

Der 21-Jährige Lkw-Fahrer sowie die beiden 54 Jahre alten Fahrer der anderen Lkw erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden vor Ort erstversorgt und anschließend mit Rettungswagen in die Göttinger Uniklinik eingeliefert. Der entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 150.000 Euro.

Vor Ort sind derzeit die Feuerwehr Staufenberg mit 40 Kräften, der Rettungsdienst, die Polizei und mehrere Abschleppunternehmen. Die Reinigungsarbeiten stehen noch aus. Die Polizei rechnet damit, dass die Vollsperrung bis etwa 15 Uhr bestehen bleibt.

Umleitungsempfehlung der Polizei 

Der Verkehr staut sich derzeit zehn Kilometer zurück bis nach Kassel-Nord, meldet der Radiosender FFH. Die Autobahnpolizei Göttingen empfiehlt, bereits an der Anschlussstelle Kassel-Nord abzufahren und weiter über die U43 nach Hann. Münden oder über die U3 nach Göttingen auszuweichen. An der Anschlussstelle Göttingen sollten Verkehrsteilnehmer dann auf die A7 in Richtung Hannover auffahren.

Achtung: Wegen Bauarbeiten ist die Anschlussstelle Hann. Münden-Hedemünden gesperrt. Dort kann man daher nicht auf die Autobahn auffahren.

Auf der Bundesstraße 3 ist aufgrund der Vollsperrung bereits ebenfalls ein Stau entstanden: Zwischen Wilhelmshausen und Ortseingang Hann. Münden.

Stau-Verkehr zieht durch Hann. Münden und Witzenhausen Die Polizei Hann. Münden regelte nach dem Unfall auf der A7 den Stauverkehr, der über die B496 in die Dreiflüssestadt rollte. Am Ortseingang lassen Beamte den Verkehr, von Richtung Lutterberg kommend, nur dann fließen, wenn es sich in der Stadt nicht staut.

Konsequenzen des A7-Unfalls: Der Stau-Verkehr rollt durch Hann. Münden. Die Polizei nutzt eine "Pförtnerampel", um die Situation zu regeln.

Mit dieser "Pförtnerampel" werde der Verkehr, der in Hann. Münden vom Vogelsangweg und an der Feuerteichkreuzung auf die Kasseler Straße mündet, nicht zusätzlich durch die A7-Stau-Blechlawine belastet, sagt Hauptkommissar Mathias Klausch gegenüber unserer Zeitung. Diese Regelung sei ein Testlauf.

Der Stau auf der A 7 hatte auch Auswirkungen auf den Stadtverkehr in Witzenhausen: hier staut es sich.

Auch in Witzenhausen müssen sich Autofahrer auf lange Wartezeiten einstellen: Im gesamten Stadtkern herrscht stockender Verkehr, ebenso auf der B451 aus Großalmerode kommend sowie auf der B80/B27 nach Neu-Eichenberg. Wem es möglich ist, sollte das Witzenhäuser Stadtgebiet weiträumig umfahren.

Hier staut es sich auf der Autobahn 7:

Lkw-Unfall bei Hann. Münden: A7 mit Lebensmitteln übersät

A7: Unfälle bei Hann. Münden

Immer wieder kommt es auf der A7 bei Hann. Münden zu größeren Unfällen. Was beim Blick ins HNA-Archiv auffällt ist, dass es in vielen Fällen zu kritischen Situationen kam, weil ein Stau-Ende nicht früh genug bemerkt wurde. Hier ein kleiner Rückblick zu den Ereignissen:

Nach einem Lastwagen-Brand, der durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde, kam es auf der A7 zur Vollsperrung. Obwohl auch das Führerhaus Feuer fing, blieb der polnische Fahrer unverletzt. Die Polizei schätzte den Schaden auf eine Höhe von 150.000 Euro.

Anfang September 2018 starb der Fahrer eines kleinen Lastwagens auf der Autobahn. Der 26-Jährige aus Polen fuhr mit seinem Fahrzeug ungebremst frontal gegen einen stehenden Lkw, der sich an einem Stau-Ende befand. Wie es im Detail zu dem schweren Unfall kam, ist nicht bekannt.

Mitte August waren drei Lastwagen an einem großen Unfall beteiligt. Zwei der Fahrer wurden bei dem Auffahrunfall verletzt - ein Stau-Ende wurde den Männern zum Verhängnis. Mehrere Hundert Liter Diesel liefen zudem aus einem beschädigten Brummi. 180.000 Euro betrug der Schaden.

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