Kritik an Test durch Internetplattform

Abgeordnete schlagen zurück

Ulrike Gottschalck

Kassel. Zwei der acht nordhessischen Bundestagsabgeordneten, deren Antwortverhalten von der Internetplattform „abgeordnetenwatch.de“ am Wochenbeginn kritisiert worden ist, sind mit der Art des Tests nicht einverstanden.

Die Kasseler SPD-Abgeordnete Ulrike Gottschalck erklärte, sie habe die ihr über die Internetplattform gestellte Frage sehr wohl beantwortet und werde „auch zukünftig alle Bürgeranfragen individuell und vertraulich behandeln“. „abgeordnetenwatch.de“ hatte behauptet, die 54-Jährige beantworte ihr gestellte Fragen nicht und stufte sie unter den 622 Bundestagsmitgliedern auf Platz 546 mit der Schulnote „Ungenügend“ ein.

Auch der FDP-Abgeordnete Björn Sänger (Wahlkreis 168/Waldeck) war von der Internetplattform abgemeiert und sein Antwortverhalten mit „Mangelhaft“ bewertet worden. Sänger: „Mir war nur eine Frage, die ich auch beantwortet habe, in Erinnerung. Die anderen beiden Fragen haben mich schlicht nicht erreicht. Sie sind auch nicht in meinen Büros eingetroffen.“

Sänger vermutet „ein technisches Problem bei der Übermittlung der Fragen“. Der 35-Jährige: „Wir werden den Übermittlungsweg überprüfen und versuchen sicherzustellen, dass die Fragen der Bürgerinnen und Bürger, die über diese Plattform an mich gerichtet werden, auch ankommen.“

„abgeordnetenwatch.de“ ist eine überparteiliche Plattform, die es Bürgern ermöglichen will, Abgeordnete öffentlich zu befragen.

Von Jürgen Umbach

Quelle: HNA

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