Alkoholfreie Getränke bald billiger als Bier?

Wiesbaden/Hannover. Die Föderalismus-Reform macht’s möglich: Auch das Gaststättengesetz ist nun Ländersache. Während die Regierung in Hessen noch an einer eigenen Gesetzesvorlage bastelt, hat die schwarz-gelbe Landesregierung in Niedersachsen bereits einen Gesetzentwurf verabschiedet, der nun in den Landtag geht. Danach müssen niedersächsische Wirte künftig mindestens ein Null-Promille-Getränk billiger anbieten als das preiswerteste alkoholische Getränk auf der Karte, in der Regel wohl Bier. „Damit soll dem Kunden die Entscheidung für ein alkoholfreies Getränk erleichtert werden“, so das Wirtschaftsministerium in Hannover, das dem Alkoholmissbrauch begegnen will.

Noch gilt Bundesvorschrift

Bislang gilt die Vorschrift im Gaststättengesetz des Bundes, nach der mindestens ein alkoholfreies Getränk nicht teurer sein darf als das billigste alkoholische Getränk. Der Hotel- und Gaststättenverband kritisierte deshalb die Mehrkosten für die Wirte, die nun ihre Getränkekarten neu berechnen müssten.

Maßgeblich ist dabei die Hochrechnung des Preises auf der Karte auf einen Liter. In Hessen ist laut Wirtschaftsministerium bislang vorgesehen, die Bundesregelung zu dieser Frage zu übernehmen. (wet)

Quelle: HNA

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