Bericht: Hessische Polizei hört immer öfter mit

Wetzlar/Wiesbaden. Die Polizei in Hessen setzt bei der Aufklärung von Straftaten zunehmend auf Telefon- und Internetüberwachung. Wie die „Wetzlarer Neue Zeitung“ berichtet, gab es nach Angaben des Justizministeriums in Wiesbaden 2008 noch 1899 sogenannte Erstanordnungen für Überwachung.

2012 waren es 4292. Das ist ein Anstieg um 126 Prozent. Die Entscheidung, einen Verdächtigen zu überwachen, muss in der Regel ein Richter treffen.

Grund für den Anstieg sei unter anderem, dass die Menschen heutzutage oft mehr als ein Telefon besäßen, die überwacht werden müssten, sagte Barbara Dembowski, Referatsleiterin beim Hessischen Datenschutzbeauftragten, dem Blatt. Zudem werde der Katalog von Straftaten ausgeweitet, bei denen eine Überwachung möglich sei. „Bei den Ermittlungsbehörden gibt es immer mehr den Trend, alles zu sichern, was auch technisch möglich ist“, konstatierte sie. Hauptziel der Überwachung sei seit Jahren die Drogenkriminalität. (lhe)

Quelle: HNA

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