News-Ticker

Corona in Hessen: Inzidenzen steigen weiter – aktuelle Fallzahlen

Die Corona-Krise hält Hessen weiter in Atem. Die Zahlen steigen im ganzen Bundesland weiter an. Der News-Ticker.

  • Coronavirus* in Hessen: Die Lage spitzt sich zu. In einigen Kreisen Hessens gelten Ausgangssperren.
  • Hessens Ministerpräsident Bouffier warnt vor Alleingängen der Länder bei Bestellungen von Corona-Impfstoffen und CoviMedical verhängt Buchungsstopp in hessischen Corona-Testzentren.
  • In mehreren Regionen werden viele Neuinfektionen gemeldet. Die aktuellen Zahlen zum Coronavirus in Hessen* im News-Ticker.

Update vom Dienstag, 13.04.2021, 6.19: Das RKI hat die neuesten Corona-Fallzahlen für Hessen bekannt gegeben. Demnach wurden in den letzten 24 Stunden 707 Neuinfektionen mit dem Virus gemeldet (Stand 13.04.2021, 03.09 Uhr), zusätzlich kamen 33 neue Todesfälle hinzu. Damit steigt die Gesamtzahl der an Covid-19-Erkrankten in Hessen auf 234.519 Menschen, 6521 starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die hessenweite Inzidenz liegt am Sonntag bei 142,0.

Die höchste Inzidenz hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit 264,3 (Vortag: 248,5) zu verzeichnen. Dahinter folgen der Landkreis Fulda mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 241,5 (Vortag: 242,9) und die Stadt Offenbach mit einem Wert von 219,5 (Vortag: 236,4). Die niedrigste sieben-Tage-Inzidenz in Hessen kann die Stadt Darmstadt mit einem Wert von 83,2 (Vortag: 86,9). Dann folgen der Rheingau-Taunus-Kreis mit einem Wert von 87,1 (Vortag: 82,8) und der Kreis Darmstadt-Dieburg mit 96,7 (Vortag: 98,0).

Corona in Hessen: Ministerium meldet aktuelle Zahlen

+++ 16.10 Uhr: Das Sozialministerium des Landes Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen gemeldet. Insgesamt meldet das Ministerium in den vergangenen 24 Stunden 628 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Im Meldezeitraum sind sieben Personen an bzw. mit einer Corona-Infektion in Hessen verstorben. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an: Am Vortag (11.04.2021) lag diese bei 138,7 – jetzt wird ein Wert von 141,5 gemeldet.

Coronavirus: Inzidenz in Hessen steigt weiter – Rückläufige Zahlen in zehn Kreisen

Trotz gestiegener Gesamtinzidenz in Hessen gingen die Werte in einigen Kreisen wieder zurück. Gegenüber der letzten Meldung vom Sonntag (11.04.2021) sank der Wert in insgesamt zehn Kreisen. Im Kreis Darmstadt-Dieburg etwa sank die Inzidenz von 104,1 auf 98,0 und damit unter den kritischen Wert von 100. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg stieg die Sieben-Tage-Inzidenz hingegen von zuletzt 188,9 auf nun 242,9 an. Damit ist Hersfeld-Rotenburg aktuell der Kreis mit der höchsten Inzidenz.

Die Corona-Situation in Hessen verschärft sich zusehends. Kommen bald weitere Ausgangssperren? (Symbolbild)

Den niedrigsten Wert weist aktuell der Rheingau-Taunus-Kreis auf. Auch dort sank der Inzidenzwert leicht ab – von 87,6 auf 82,8. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg, der mit 79,3 zuletzt hessenweit den niedrigsten Wert aufwies, stiegen die Zahlen nach 25 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden auf eine Inzidenz von insgesamt 95,3 an.

Neue Todesfälle wurden in den Kreisen Fulda, Gießen, Marburg-Biedenkopf, Offenbach, Vogelsberg-Kreis, Wetteraukreis und Frankfurt gemeldet. Dabei sticht jedoch keiner der Kreise besonders hervor. Mit insgesamt sieben gemeldeten Fällen sank die Anzahl der Todesfälle im Vergleich zum Vortag (8) leicht ab.

  • Landkreis Bergstraße: 46 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 95,1.
  • Landkreis Darmstadt-Dieburg: 14 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 98,0.
  • Landkreis Fulda: 88 Neuinfektionen, 1 neuer Todesfall, 7-Tage-Inzidenz bei 242,9.
  • Landkreis Gießen: 47 Neuinfektionen, 1 neuer Todesfall, 7-Tage-Inzidenz bei 199,1.
  • Landkreis Groß-Gerau: 28 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 133,1.
  • Landkreis Hersfeld-Rotenburg: 71 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 248,5.
  • Hochtaunuskreis: 35 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 116,1.
  • Landkreis Kassel: 19 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 118,3.
  • Lahn-Dill-Kreis: 4 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 192,2.
  • Landkreis Limburg-Weilburg: 10 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 171,0.
  • Main-Kinzig-Kreis: 0 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 152,9.
  • Main-Taunus-Kreis: 0 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 140,4.
  • Landkreis Marburg-Biedenkopf: 8 Neuinfektionen, 1 neuer Todesfall, 7-Tage-Inzidenz bei 188,2.
  • Odenwaldkreis: 3 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 103,4.
  • Landkreis Offenbach: 36 Neuinfektionen, 1 neuer Todesfall, 7-Tage-Inzidenz bei 145,9.
  • Rheingau-Taunus-Kreis: 2 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 82,8.
  • Schwalm-Eder-Kreis: 22 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 117,4.
  • Vogelsbergkreis: 14 Neuinfektionen, 1 neuer Todesfall, 7-Tage-Inzidenz bei 189,3.
  • Landkreis Waldeck-Frankenberg: 25 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 95,3.
  • Werra-Meißner-Kreis: 0 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 83,5.
  • Wetteraukreis: 43 Neuinfektionen, 1 neuer Todesfall, 7-Tage-Inzidenz bei 111,6.
  • Stadt Darmstadt: 1 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 86,9.
  • Stadt Frankfurt: 68 Neuinfektionen, 1 neuer Todesfall, 7-Tage-Inzidenz bei 127,3.
  • Stadt Kassel: 18 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 158,3.
  • Stadt Offenbach: 18 Neuinfektionen, 0 neue Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 236,4.
  • Stadt Wiesbaden: 8 Neuinfektionen, 0 neuer Todesfall, 7-Tage-Inzidenz bei 114,2.
  • gesamt: 628 Neuinfektionen, 7 aktuelle Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz bei 141,5.
  • Immer wieder kommt es aufgrund von Meldeverzögerungen dazu, dass das Sozialministerium andere Zahlen veröffentlicht als die Kreise und Städte. Aktueller sind grundsätzlich die Daten der Gesundheitsämter vor Ort. Negative Fallzahlen können auf falsch positive Corona-Schnelltests zurückgehen.

Corona: Bouffier verurteilt Alleingänge bei Impfstoff-Beschaffung – Inzidenz in Hessen schnellt in die Höhe

+++ 12.20 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) warnt vor Alleingängen der Bundesländer bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen. Hintergrund war eine nicht abgesprochene Bestellung des Corona-Impfstoffs Sputnik V durch den bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für das Land Bayern.

Volker Bouffier sagte zum Alleingang Söders: „Ich kann doch niemandem in Hessen klarmachen, dass jetzt ein Land Millionen Impfdosen mehr hat, aber bundesweit immer noch das Gleiche bekommt. Wenn Alleingänge Schule machen, müsste ich jetzt darauf dringen, dass Biontech nicht mehr an alle zugleich liefert, sondern zuerst an uns. Was würden denn die anderen dann sagen?“

Corona: CoviMedical verhängt Buchungsstopp in hessischen Coronavirus-Testzentren

Wie die „hessenschau“ berichtet, hat die Dillenburger Firma CoviMedical einen Buchungsstopp für insgesamt zehn ihrer Coronavirus-Testzentren in Hessen verkündet. Grund dafür sei laut Unternehmensangaben die nicht rechtzeitig erfolgte Erstattung der Kosten durch den Bund. Betroffen vom Buchungsstopp sind unter anderem die Corona-Testzentren in Kassel, Wiesbaden, Wetzlar, Herborn und Darmstadt.

Wer bereits einen Termin habe, könne diesen laut CoviMedical allerdings noch wahrnehmen. Neue Termine werden währenddessen nicht mehr vergeben. Auch im Kreis Offenbach mussten bereits zwei Testzentren aufgrund von Geldmangel geschlossen werden*. Währenddessen müssen sich auch Fraport-Mitarbeitende wegen Corona immer häufiger nach neuen Jobs umschauen*.

Die Inzidenz in Hessen steigt weiter. (Symbolbild)

Corona-Neuinfektionen in Hessen: Inzidenzen schnellen weiter in die Höhe

Update vom Montag, 12.04.2021, 06.22 Uhr: Das RKI hat die neuesten Corona-Fallzahlen für Hessen bekannt gegeben. Demnach wurden in den letzten 24 Stunden 628 Neuinfektionen mit dem Virus gemeldet (Stand 12.04.2021, 03.08 Uhr), zusätzlich kamen sieben neue Todesfälle hinzu. Damit steigt die Gesamtzahl der an Covid-19-Erkrankten in Hessen auf 233.812 Menschen, 6488 starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die hessenweite Inzidenz liegt am Sonntag bei 141,5.

Die höchste Inzidenz hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit 248,5 (Vortag: 188,9) zu verzeichnen. Dahinter folgen der Landkreis Fulda mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 242,9 (Vortag: 233,5) und die Stadt Offenbach mit einem Wert von 236,4 (Vortag: 239,5). Die niedrigste sieben-Tage-Inzidenz in Hessen kann der Rheingau-Taunus-Kreis mit einem Wert von 82,8 (Vortag: 87,6) verzeichnen. Dann folgen der Werra-Meißner-Kreis mit 83,5 (Vortag: 94,4) und die Stadt Darmstadt mit 86,9 (Vortag: 93,2).

Corona-Neuinfektionen in Hessen: Vier weitere Kreise mit Inzidenzwert über 100

+++ 17.00 Uhr: Das Sozialministerium des Landes Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen gemeldet. Die Gesundheitsämter , melden insgesamt 1.605 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. 8 Personen sind im Meldezeitraum an bzw. mit einer Coronainfektion verstorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter: Lag sie am Vortag (10.04.2021) noch bei 123,6, wird jetzt ein Wert von 138,7 gemeldet.

Was die landesweiten Indikatoren für das Infektionsgeschehen in einzelnen Zahlen bündeln, spiegelt sich in den Werten der einzelnen Kreise und Städte in Hessen wider: Gegenüber der letzten Meldung vom Samstag (10.04.2021) sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz nur in drei Kreisen: In Hersfeld-Rotenburg, Waldeck-Frankenberg und im Werra-Meißner-Kreis. Letzterer weist damit wieder eine Inzidenz unter dem kritischen Wert von 100 auf: 94,4 beträgt sie hier nach null registrierten Neuinfektionen binnen eines Tages jetzt.

Die Corona-Lage in Hessen spitzt sich weiter zu. (Symbolbild)

Corona in Hessen: Inzidenz in Offenbach und Fulda besonders hoch

In mehreren Kreisen infizieren sich laut der Meldung des Sozialministeriums im Schnitt wieder mehr als 100 Personen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit dem Coronavirus: Im Kreis Darmstadt-Dieburg, wo die Inzidenz nach 77 Neuinfektionen jetzt bei 104,1 liegt; im Odenwaldkreis, wo sie jetzt bei 108,6 liegt; im Schwalm-Eder-Kreis, für den der Wert 105,7 gemeldet wird; und im Wetteraukreis, der einen Wert von 103,8 aufweist. Setzt sich die Bundesregierung mit ihrem Vorhaben durch, Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung in Zukunft per Gesetz an den Ländern vorbei zu verhängen, drohen damit auch hier nächtliche Ausgangssperren und weitere, strengere Regeln.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen weist die Stadt Offenbach auf, nach 66 bestätigten Neuinfektionen binnen eines Tages beträgt sie dort jetzt 239,5. Dicht dahinter folgt der Landkreis Fulda mit einem Wert von 233,5. Verhältnismäßig moderat nimmt sich dagegen das Pandemiegeschehen im Landkreis Bergstraße aus. Knapp 90 Personen pro 100.000 Einwohner infizierten sich hier im Lauf der letzten sieben Tage erwiesenermaßen mit dem Coronavirus. Neue Todesfälle registrierten die Landkreise Fulda, Kassel, Offenbach der Lahn-Dill-Kreis, der Vogelsbergkreis, der Wetteraukreis, sowie die Städte Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden.

Corona-Neuinfektionen in Hessen: Inzidenz steigt weiter – aktuelle Fallzahlen

Update vom Sonntag, 11.04.2021, 8.35 Uhr: Das RKI hat die neuesten Corona-Fallzahlen für Hessen bekannt gegeben. Demnach wurden in den letzten 24 Stunden 1605 Neuinfektionen mit dem Virus gemeldet (Stand 11.04.2021, 3.08 Uhr), zusätzlich kamen acht neue Todesfälle hinzu. Damit steigt die Gesamtzahl der an Covid-19-Erkrankten in Hessen auf 233.184 Menschen, 6481 starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die hessenweite Inzidenz liegt am Sonntag bei 138,7.

Die höchste Inzidenz hat die Stadt Offenbach mit 239,5 (Vortag: 210,3) zu verzeichnen. Dahinter folgen der Landkreis Fulda mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 233,5 (Vortag: 202,6) und der Lahn-Dill-Kreis mit einem Wert von 191,9 (Vortag: 153,2). Die teilweise sprunghaften Anstiege könnten mit den Osterfeiertagen in der vergangenen Woche zusammen hängen, denn laut RKI wurde an diesen Tagen weniger getestet und die Fälle werden somit erst später bekannt.

Die niedrigste sieben-Tage-Inzidenz in Hessen kann der Landkreis Waldeck-Frankenberg mit einem Wert von 79,3 (Vortag: 90,8) verzeichnen. Dann folgen der Rheingau-Taunus-Kreis mit 87,6 (Vortag: 74,3) und der Landkreis Bergstraße mit 89,9 (Vortag: 71,8).

Corona-Neuinfektionen in Hessen: Inzidenz steigt deutlich

+++ 16.25 Uhr: Das Ministerium für Soziales und Integration hat die aktuellen Corona-Zahlen für Hessen bekannt gegeben. Innerhalb von 24 Stunden wurden demnach 2.025 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Im selben Zeitraum sind 19 Menschen an den Folgen einer Covid-Erkrankung gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz in Hessen liegt am Samstag (10.04.2021) bei 123,6 und ist damit im Vergleich zu, Vortag (111,8) wieder deutlich angestiegen.

Corona-Neuinfektionen in Hessen: Fallzahlen im Überblick

Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche verzeichnet in Hessen aktuell der Kreis Hersfeld-Rotenburg. Die 7-Tage-Inzidenz ist hier im Vergleich zum Freitag (188,9) sehr stark angestiegen und liegt jetzt wieder über 200, bei 216,2. Danach folgen die Stadt Offenbach mit 210,3 (Vortag: 221,8) und der Landkreis Fulda mit einem Wert von 202,6 (Vortag: 185,1). Die meisten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert nach Angaben des Hessischen Sozialministeriums am Samstag die Stadt Frankfurt (213), die meisten Todesfälle innerhalb dieser Zeit beklagt der Landkreis Offenbach (4).

Corona in Hessen: Bouffier irritiert von Söders Impfstoff-Alleingang in Bayern

+++ 14.46 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wundert sich über die Eigeninitiative des bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff. Söder hat jüngst 2,5 Millionen Dosen des russischen Serums Sputnik V für Bayern bestellt. Bouffier habe das „überrascht“, wie er laut dpa der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte. Denn bisher gelte die Abmachung, dass der Bund für die Beschaffung und Verteilung des Impfstoffs zuständig ist.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Bayern 2,5 Millionen Dosen des russischen Serums Sputnik V bestellt - Hessens Regierungschef Bouffier zeigt sich irritiert über das Vorgehen. (Archivbild)

Er warnte davor, dass so ein „Alleingang“ zum Präzedenzfall werden könnte, sollte Bayern trotz eigener Bestellung weiterhin die gleiche Menge Impfstoffdosen vom Bund bekommen. „Wenn Alleingänge Schule machen, müsste ich jetzt darauf dringen, dass Biontech nicht mehr an alle zugleich liefert, sondern zuerst an uns. Was würden denn die anderen dann sagen?“, sagte Bouffier. In Marburg hat jüngst ein Biontech-Werk die Betriebsgenehmigung erhalten.

Corona-Lage in Hessen spitzt sich zu: Inzidenzen steigen – weitere Region über Marke von 200

+++ 12.38 Uhr: In Hessen schnellen die Corona-Inzidenzen vielerorts in die Höhe. Während die Kreise Hersfeld-Rotenburg und Fulda, sowie die Stadt Offenbach über der Marke von 200 liegen, übersteigen auch immer mehr Regionen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Das könnte bald weitreichende Folgen haben, wie aus einer „Formulierungshilfe“ für die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Demnach schlägt die Regierung bundesweit einheitliche nächtliche Ausgangssperren von 21.00 bis 05.00 Uhr in allen Regionen vor, deren Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen die Marke von 100 überschreitet. In Hessen liegen nunmehr 18 Städte und Kreise über diesem Wert. Eine niedrigere Inzidenz haben laut Robert Koch-Institut (RKI) lediglich:

Kreis/Stadt in HessenCorona-Inzidenz
Odenwaldkreis92,0
Kreis Waldeck-Frankenberg90,8
Stadt Darmstadt90,1
Schwalm-Eder-Kreis87,4
Wetteraukreis85,6
Kreis Darmstadt-Dieburg83,6
Rheingau-Taunus-Kreis74,3
Kreis Bergstraße71,8
Die Corona-Situation in Hessen verschärft sich zusehends. Kommen bald weitere Ausgangssperren? (Symbolbild)

Corona-Lage in Hessen: Inzidenzen schnellen nach oben – drei Regionen über Marke von 200

Update von Samstag, 10.04.2021, 8.50 Uhr: Die Corona-Fallzahlen der letzten Tage hatten in Hessen für ein wenig Hoffnung auf Besserung gesorgt. Die hessenweite Inzidenz sank etwas. Doch davon kann jetzt leider keine Rede mehr sein. Die aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zeichnen ein düsteres Bild der Lage. So ist die Inzidenz in Hessen wieder auf 123,6 angestiegen, am Freitag lag sie noch bei 111,8, am Tag davor bei 112,5. Zudem infizierten sich wieder mehr als 2.000 Menschen mit dem Coronavirus. Weitere 19 Personen starben (Fallzahlen RKI, Stand 10.04.2021, 3.08 Uhr).

Auch in vielen Städten und Gemeinden in Hessen sind die Inzidenzen und Corona-Neuinfektionen noch immer besorgniserregend hoch. In anderen schnellen sie sogar wieder in die Höhe. Trauriger Spitzenreiter ist jetzt der Kreis Hersfeld-Rotenburg mit einer Inzidenz von 216,2. Ein dramatischer Anstieg, am Freitag (09.04.2021) lag dieser Wert noch bei 188,9, wie das Sozialministerium am Mittag meldete. Ebenfalls über der Marke von 200 liegt die Stadt Offenbach mit 210,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Corona-Lage in Hessen ernst: Drei Regionen wieder mit Inzidenz über 200

Hinzu kommt eine dritte Region, deren Inzidenz sprunghaft angestiegen ist. Der Kreis Fulda muss einen Wert von 202,6 verzeichnen. Am Vortag lag die Inzidenz im Kreis noch bei 185,1. Danach folgen die Regionen Limburg-Weilburg mit 162,3, am Vortag lag die Corona-Inzidenz noch bei 114,6. Im Lahn-Dill-Kreis stieg der Wert auf 153,2. Darauf folgt der Main-Kinzig-Kreis mit 146,7, meldet das RKI. Die Inzidenzen der Städte Frankfurt (127,3) und Wiesbaden (107,7) steigen ebenfalls leicht an.

Corona in Hessen: Viele Neuinfektionen – steigende Inzidenzen in mehreren Regionen

+++ 15.42 Uhr: Das Hessische Sozialministerium hat die aktuellen Corona-Zahlen bekannt gegeben. Innerhalb von 24 Stunden kamen in Hessen 13 weitere Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus hinzu, wie das Ministerium am Freitag (09.04.2021) mitteilte. Die Gesamtzahl der Toten stieg in Hessen damit auf 6.454. Zudem infizierten sich innerhalb von 24 Stunden 1.973 Menschen mit dem Krankheitserreger, die Gesamtanzahl der Infizierten erhöhte sich damit auf 229.554. Die 7-Tages-Inzidenz in Hessen liegt derzeit bei 111,8. Am Vortag lag der Wert bei 112,5 und ist damit kaum gesunken.

Die höchste 7-Tages-Inzidenz verzeichnet in Hessen weiterhin die Stadt Offenbach mit einem Wert von 221,8. Im Vergleich zum Vortag ist die Inzidenz jedoch etwas gesunken (236,4). Zwar nicht mehr mit einer Inzidenz von über 200, aber immer noch stark betroffen, ist auch der Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Hier meldet das Hessische Sozialministerium am Freitag eine Inzidenz von 188,9. Am Donnerstag lag diese bei 192,2. Im Landkreis liegen zudem 92 Neuinfektionen mit dem Coronavirus vor, am Vortag waren es 27.

Corona in Hessen: Viele Neuinfektionen und steigende Inzidenz in Fulda und Wiesbaden

Der Landkreis Fulda ist mit einer Inzidenz von 185,1 in Hessen am drittstärksten betroffen. Einen Tag zuvor lag die Inzidenz noch bei 147,4 und ist damit stark angestiegen. Auch kamen innerhalb der letzten 24 Stunden ganze 154 Neuinfektionen hinzu, am Vortag waren es 54. In Wiesbaden ist die Inzidenz von 82,6 auf 97,7 angestiegen. Auch hier wurden viele Neuinfektionen registriert: Am Donnerstag waren es 90, einen Tag zuvor 57.

In anderen Teilen Hessens sind die Inzidenzwerte etwas gesunken. Im Kreis Limburg-Weilburg meldete das Hessische Sozialministerium eine Inzidenz von 114,6, am Vortag lag diese noch bei 160. Auch im Wetteraukreis ist die 7-Tages-Inzidenz innerhalb eines Tages von 92,4 auf 76,9 gesunken, im Werra-Meißner-Kreis von 99,4 auf 82,5.

Corona in Hessen: „Lockdown ist verfassungswidrig“ - Ex-Ministerpräsident Koch tobt wegen Corona-Regeln

+++ 09.39 Uhr: Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat das Corona-Krisenmanagement von Bund und Ländern scharf kritisiert. In einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagsausgabe) sprach sich der ehemalige CDU-Bundesvize deutlich gegen weitere Lockdown-Maßnahmen aus.

„Individuelle Freiheit, das Recht auf wirtschaftliche Betätigung, das Recht auf Bildung und soziale Inklusion und auch das Recht zu reisen“ hätten in der Verfassungsordnung einen Rang, der es verbiete, sie dauerhaft „einem Krisenregime des Stillstandes und der allumfassenden Zwangsbewirtschaftung zu unterwerfen“, schrieb Koch. Das gelte ausdrücklich sogar dann, wenn dafür vom Staat materielle Entschädigung geleistet werde.

Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch hat das Corona-Management von Bund und Länder scharf kritisiert. 

„Wenn das Krisenmanagement nach mehr als einem Jahr darauf keine Rücksicht nimmt, verliert das Management die politische Unterstützung“, betonte der frühere hessische Regierungschef. Die Menschen verlören das Vertrauen in die Institutionen, und die Gerichte seien verpflichtet, immer höhere Anforderungen an die Verhältnismäßigkeit zu stellen. „Der Lockdown in Serie ist eben irgendwann verfassungswidrig, selbst wenn man ihn per Gesetz beschließt.“

Corona in Hessen: Inzidenz sinkt trotz Tausender Neuinfektionen – Experten warnen

Update vom Freitag, 09.04.2021, 6.44 Uhr: Immer mehr Regionen in Hessen liegen mit ihrer Inzidenz wieder im zweistelligen Bereich. Die Zahl der Landkreise und kreisfreien Städte, die einen Wert von unter 100 aufweisen, ist im Laufe der Woche kontinuierlich gestiegen. Am Freitag (09.04.2021) sind es laut den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zwölf Kreise und eine kreisfreie Stadt (Stand: 3 Uhr). Die Inzidenz in Hessen ist leicht auf 111,8 gesunken. Am Vortag lag sie noch bei 112,5.

Corona in Hessen: Immer mehr Landkreise unter 100

Insgesamt meldet das RKI am Freitag 1973 Neuinfektionen mit Corona seit dem Vortag, die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie infizierten Menschen in Hessen steigt damit auf 229.554. 13 Menschen sind seit dem Vortag an den Folgen ihrer Ansteckung mit Covid-19 gestorben, das erhöht die Gesamtzahl in Hessen auf 6454.

Die meisten Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner hat es laut RKI in den vergangenen Tagen weiterhin in Offenbach gegeben. 221,8 beträgt die Inzidenz, damit liegt Offenbach noch immer als einzige Region in Hessen über 200. Im Vergleich zum Donnerstag (08.04.2021) hat der Landkreis Gießen (97,2) den Sprung unter eine Inzidenz von 100 geschafft. Die niedrigste 7-Tage-Inzidenz hat der Kreis Bergstraße mit 68,4.

Corona in Hessen: Inzidenzen sinken deutlich

+++ 15:45 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für alle Kreise und Städte gemeldet. Hessenweit haben sich in den vergangenen 24 Stunden 1.550 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand 08.04.2021, 0 Uhr). Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Fälle in Hessen auf nun 227.581. Laut Ministerium erhöhte sich zudem die Zahl der Menschen, die am oder mit dem Coronavirus verstorben sind, um 31 auf 6.441. Die 7-Tage-Inzidenz in Hessen ist im Vergleich zum Vortag deutlich gesunken, und zwar von 119,7 auf 112,5. Die seit Ostern sinkenden Zahlen werden allerdings von vielen Experten skeptisch betrachtet, weil an den Feiertagen auch deutlich weniger getestet worden sei.

Die höchste Inzidenz im Land weist die Stadt Offenbach aus, die gleichzeitig als einzige Region in Hessen den Wert von 200 übersteigt (236,4). Die niedrigste Inzidenz hat aktuell der Kreis Bergstraße (58,1). Die meisten Neuinfektionen meldet das Ministerium mit 246 für die Stadt Frankfurt. Die meisten Todesfälle hat der Landkreis Offenbach zu beklagen (5).

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Hessen im Durchschnitt weiter rückläufig. 

Update vom Donnerstag, 08.04.2021, 6.32 Uhr: Der Pfeil in Hessen zeigt nach den Ostertagen weiter nach unten. Die landesweite Inzidenz ist im Vergleich zum Mittwoch (07.04.2021) erneut gesunken und liegt nun bei 112,5. Das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor (Stand: 08.04.2021, 3Uhr). Am Vortag lag der Wert noch bei 119,7.

Corona in Hessen: Nur noch Offenbach mit Inzidenz über 200

Lediglich die Stadt Offenbach liegt bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage mit 236,4 noch über der 200er-Marke. Der Kreis Hersfeld-Rotenburg hat diese Zone am Donnerstag verlassen und liegt nun „nur“ noch bei einer Inzidenz von 192,2. Damit befinden sich nun alle Landkreise in Hessen mit ihrer Inzidenz wieder unter 200. Zudem haben der Werra-Meißner-Kreis (99,4) und der Hochtaunuskreis (97,5) die Grenze von 100 unterschritten, wie das RKI meldet.

Insgesamt sind in Hessen seit Mittwoch (07.04.2021) 1550 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden, 31 Menschen sind an den Folgen ihrer Ansteckung mit Covid-19 gestorben.

+++ 19.18 Uhr: Die Corona-Pandemie stellt das Personal in Kitas vor große Herausforderungen. Viele bemühen sich redlich darum, für die Kinder in dieser Situation da zu sein. Doch manche Reaktionen von Eltern verärgern die Erzieherinnen und Erzieher. In einem offenen Brief* macht eine pädagogische Fachkraft aus der Wetterau ihrem Ärger Luft.

Zwar gebe es einige Familien, die der Arbeit der Kräfte in den Kitas Wertschätzung entgegenbringen, doch andere suchen im Personal einen Sündenbock, beispielsweise wenn ein Corona-Fall in einer Kindertagesstätte ausbricht. „Auch die Notbetreuung wird schamlos ausgenutzt“, steht im Brief. 80 Prozent Belegung bei eigentlich geschlossenem Betrieb sei keine Seltenheit. Leicht entstehe so der Eindruck, dass das Kind abgeschoben werde, auch wenn Mutter oder Vater zu Hause sind.

Corona in Hessen: Viele Neuinfektionen in mehreren Kreisen

Update vom Mittwoch, 07.04.2021, 17.06 Uhr: Die Corona-Lage in Hessen ist weiterhin angespannt. Innerhalb von 24 Stunden kamen in Hessen 29 weitere Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus hinzu, wie das Hessische Sozialministerium am Mittwoch (07.04.2021) mitteilte. Die Gesamtzahl der Toten stieg in Hessen damit auf 6.410. Zudem infizierten sich seit dem Vortag (06.04.2021) 811 Menschen mit dem Krankheitserreger, die Gesamtanzahl der Infizierten erhöhte sich damit auf 226.031. Die 7-Tages-Inzidenz in Hessen liegt derzeit bei 119,7. Am Vortag lag der Wert noch bei 133.

Mit einer Inzidenz von 233,6 bleibt der Landkreis Hersfeld-Rotenburg weiterhin Corona-Hotspot Nummer eins in Hessen. Im Vergleich zum Vortag (06.04.2021) ist die 7-Tages-Inzidenz kaum gesunken (235,3).

Corona in Hessen: Stadt Offenbach schließt Kindertagesstätten

Auch die Stadt Offenbach hat trotz einer Reduzierung des Inzidenzwerts weiterhin mit einer Zahl von über 200 zu kämpfen. Das Hessische Sozialministerium meldete am Mittwoch eine Inzidenz von 219,5. Am Vortag lag diese bei 259,4.

Aufgrund der hohen Infektionszahlen und der fehlenden Möglichkeit, Abstände einzuhalten, schließt die Stadt Offenbach ab dem kommenden Montag (12.04.2021) alle Kindertagesstätten. Es gelte somit ein Betretungsverbot mit Ausnahme einer Notbetreuung, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Verfügung gelte zunächst bis zum 30. April. Das Gesundheitsamt habe für Kinder unter sechs Jahren ein hohes Infektionsgeschehen verzeichnet. So sei alleine in der Osterwoche bei 27 Kita-Kindern eine Corona-Infektion diagnostiziert worden. Dabei soll es sich auch um die hochansteckende britische Virus-Variante gehandelt haben.

Corona in Hessen: Neuinfektionen im Kreis Gießen und Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis wurden laut dem Hessischen Sozialministerium innerhalb von 24 Stunden 166 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Vortag wurden keine Neuinfektionen vermeldet. Auch im Kreis Marburg-Biedenkopf stieg die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages von 8 auf 63 an, im Kreis Gießen ebenfalls von 0 auf 103 innerhalb der letzten 24 Stunden.

In vielen Teilen Hessens ist die 7-Tages-Inzidenz gesunken. Das Robert Koch-Institut geht allerdings davon aus, dass die gesunkenen Zahlen auf die Osterfeiertage zurückzuführen sind, da Praxen geschlossen hatten oder die Gesundheitsämter die Zahlen verspätet übermittelten. So ist im Odenwaldkreis die Inzidenz von 96,2 auf 75,5 (Vortag) gesunken, im Kreis Fulda vermeldete das Hessische Sozialministerium am Mittwoch (07.04.2021) eine Inzidenz von 169,8 – am Vortag lag diese noch bei 214,2. Trotzdem hält der Landkreis Fluda an der Ausgangssperre fest*.

Auch wenn die Corona-Zahlen in Hessen weiterhin zu hoch sind, zieht es die Menschen ans Mainufer.

Corona in Hessen: Virologin Ciesek gegen Öffnungen – „Hat mit Sicherheit nichts zu tun“

Erstmeldung vom Mittwoch, 07.04.2021: Frankfurt - Öffnungsstrategien wie etwa im Saarland oder in Modellregionen wie sie in Hessen unter anderem in Dieburg geplant sind, sieht die Virologin Sandra Ciesek in der aktuellen Corona-Lage in Hessen kritisch: „Die Verantwortung wird auf den Bürger abgewälzt“, sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“. „Wenn geöffnet wird, muss dem Bürger klar sein, dass das nichts mit Sicherheit zu tun hat.“ Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, „dass das sicher ist“, sondern jeder müsse individuell entscheiden, sich auf diese Freiheiten einzulassen oder auf Vorsicht zu setzen.

Auch wenn es bei der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen zuletzt eine gewisse Abflachung gegeben habe und in einigen Städten die Inzidenzwerte über Ostern gesunken seien, halte sie es für riskant, aus diesen Zahlen eine Ablehnung von Maßnahmen und Beschränkungen abzuleiten, sagte die Virologin aus Hessen. Zum einen werde bekanntlich über die Feiertage weniger getestet, zum anderen hätten womöglich manche Menschen vor Ostern Kontakte beschränkt, um dann an den Feiertagen Angehörige treffen zu können. „Man muss schon schauen, wie geht es nach Ostern weiter.“

Corona in Hessen: Zahl der belegten Intensivbetten wächst

Sorge bereite der Anstieg der Patienten in dem Krankenhäusern und der Zuwachs bei der Belegung der Intensivbetten durch jüngere Patienten, die zwar bessere Überlebenschancen als 80- oder 90-Jährige hätten, aber auch längere Zeit auf den Intensivstationen verbrächten - „Wochen oder auch Monate“. Noch immer seien in den Intensivstationen auch in Hessen Corona-Patienten der zweiten Infektionswelle - das sei eine ganz andere Ausgangslage als im vergangenen Sommer.

Entsprechend haben zuletzt mehrere Städte und Kreise in Hessen mit Ausgangssperren auf die verschärfte Corona-Lage reagiert*. Diese gilt von 21 bis 5 Uhr etwa in Offenbach oder im Kreis Limburg-Weilburg.

Landkreis/StadtRegelung (gilt bis 18. April)
Stadt OffenbachAusgangssperre ab 31. März zwischen 21 Uhr und 5 Uhr
Kreis Groß-GerauAusgangssperre ab 1. April zwischen 21 Uhr und 5 Uhr
Kreis Hersfeld-RotenburgAusgangssperre ab 1. April zwischen 21 Uhr und 5 Uhr
Kreis GießenAusgangssperre ab 2. April zwischen 21 Uhr und 5 Uhr
Lahn-Dill-KreisAusgangssperre ab 2. April zwischen 21 Uhr und 5 Uhr
Kreis Limburg-WeilburgAusgangssperre ab 2. April zwischen 21 Uhr und 5 Uhr
Main-Kinzig-KreisAusgangssperre ab 6. April zwischen 21 Uhr und 5 Uhr
Kreis FuldaAusgangssperre ab 8. April zwischen 21 Uhr und 5 Uhr

Corona-Impfstoff: Gießener Professor begrüßt Aussetzung von Astrazeneca

Unterdessen gehen die Diskussionen um den umstrittenen Corona-Impfstoff von Astrazeneca weiter: „Wir in der Gerinnungsmedizin haben schon vor zwei Wochen gesagt, dass man die Erstimpfung mit Astrazeneca für Frauen zwischen 20 und 50 Jahren aussetzen sollte*“, sagt Prof. Ulrich Sachs, Leiter der Sektion Hämostaseologie am Uniklinikum Gießen/Marburg. Trotzdem sei es eine kluge Entscheidung gewesen, den Impfstoff auch für Männer auszusetzen. Es liege zwar nahe, dass geschlechtsspezifische Ursachen vorliegen, bewiesen sei das aber nicht. Fakt ist hingegen, dass bisher viel mehr Frauen unter 60 mit Astrazeneca geimpft worden sind als gleichaltrige Männer. Das liegt vor allem daran, dass Frauen auch in Hessen häufiger in Kitas, Schulen oder Pflegeeinrichtungen arbeiten und somit bei den Impfungen priorisiert waren.

Unklar sind bisher Termin und Inhalte des nächsten Bund-Länder-Gipfels zur Corona-Krise. Zuletzt schlug der CDU-Vorsitzende und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet einen harten „Brücken-Lockdown“* vor. Um der dritten Welle des Coronavirus Herr zu werden, solle der für den 12. April geplante Corona-Gipfel vorgezogen werden. Dieser Vorschlag stößt in Hessen* auf offene Ohren. „Ich wäre bereit, die Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Doch für das Treffen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der hessische Ministerpräsident eine überraschende Forderung: Statt wie bisher in einer Videoschalte sollten Kanzlerin und Länderchefs zu einem Präsenztreffen zusammenkommen. (Tobias Möllers, Sophia Lother, Anna Groos, Sebastian Richter mit AFP/dpa)*fnp.de, fr.de, op-online.de, fuldaer-zeitung.de und wetterauer-zeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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