Corona-Pandemie

Inzidenz liegt unter 200, Ausgangssperre bleibt: Warum die Kreise Fulda und Main-Kinzig an der Maßnahme festhalten

Im Vogelsbergkreis tritt am Mittwoch die 15-Kilometer-Regel in Kraft. (Symbolfoto)
+
Wie in vielen anderen Regionen auch, gilt in Teilen Osthessens eine nächtliche Ausgangssperre. (Symbolbild)

Obwohl die Inzidenzwerte in den Landkreisen Fulda und Main-Kinzig zuletzt klar unter der entscheidenden Marke von 200 liegen, gelten nächtliche Ausgangssperren. Könnte man darauf angesichts der sich entspannenden Zahlen nicht verzichten?

Fulda - Im Kreis Fulda* ist die Lage klar: Der Corona*-Inzidenzwert war mehrere Tage am Stück über die 200er-Marke geklettert. In einem verbindlichen Erlass des Landes Hessen ist geregelt, dass Landkreise der Eskalationsstufe „schwarz“ (drei Tage hintereinander über 200) Maßnahmen treffen müssen, und zwar: „Sperrung von Ausflugszielen, Verhängung von Ausgangssperren und Beschränkung oder Einstellung des Schulbetriebs“.

Darauf verweist Kreisgesundheitsdezernent Frederik Schmitt (CDU) auf Nachfrage unserer Zeitung und betont, dass die nach Ostern zunächst gesunkenen Corona-Inzidenzwerte trügerisch* seien. „Das Absinken der Inzidenz ist vor allem auf die Osterfeiertage zurückzuführen und bildet das tatsächliche Pandemiegeschehen nicht ab“, sagt er. „Dies ist mit dem ,blinden Fleck’ nach den Feiertagen an Weihnachten und Silvester vergleichbar“, führt er aus. Am Freitag liegt die Inzidenz in Fulda bei 185,1. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare