Das Internet als Ratgeber – worauf Sie achten sollten

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Immer mehr Menschen nutzen das Internet als Ratgeber. Wenden Sie sich aber bei ernsten Problemen immer an einen Experten.

Für viele ist das Netz der wichtigste Ratgeber. Im Internet finden sie Antworten auf fast alle Fragen: Worauf muss ich beim Autokauf achten? Was tun gegen Rückenschmerzen? Aber Vorsicht: Es kursieren auch Fehlinformationen. Lesen Sie hier, wie Sie mit Online-Infos umgehen sollten.

Die Zeiten, als man sich über eine Frage den Kopf zerbrach, sind lange vorbei. Heute wird alles erst einmal „gegoogelt“. Mit Erfolg: Zu nahezu jeder erdenklichen Suchanfrage finden Google und andere Suchmaschinen Tausende, meist Millionen Ergebnisse.

Für viele ist gerade das das Problem: Wer eine kurze Information sucht, wird schnell fündig. Wer sich allerdings umfassend informieren möchte, scheitert oft am Umfang der Suchergebnis-Listen.

Stellen Sie deshalb Ihre Suchanfrage so konkret wie möglich. Sie können sogar ganze Sätze in den Suchschlitz eingeben. Je genauer die Anfrage, desto passender die Ergebnisse. Prüfen Sie nicht nur die Ergebnisse auf der ersten Seite – nicht immer sind die vorderen Treffer die besten.

Das Wissen der Masse: Foren als Internet-Ratgeber

Wenn die Suchmaschinen nicht die gewünschten Informationen liefern, hilft das Internet als Ratgeber an anderer Stelle weiter. In Foren geben sich die Nutzer gegenseitig Tipps. Das Prinzip ist denkbar einfach: Wer eine Frage hat, stellt sie im Forum ein – wer die Antwort kennt, schreibt einfach einen Kommentar darunter.

Viele Foren richten sich an bestimmte Nutzergruppen, zum Beispiel Motorradfans oder Hobbygärtner. Hier finden Sie meist Profis mit jahrelanger Erfahrung, die ihr Wissen gerne teilen. Foren ohne spezielles Thema bieten Ihnen die Möglichkeit, alle Fragen zu stellen, die Ihnen auf der Seele liegen – von Geschenktipps über Rotweinflecken auf der Couch bis zum PC-Absturz.

Denken Sie daran: Die Ratschläge der anderen sind oft wertvoll – sie können aber auch falsch sein. Befolgen Sie nicht blind jeden Tipp der Internet-Ratgeber, sondern hinterfragen Sie ihn.

Internet-Ratgeber Nummer eins: Wikipedia

Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia ist für viele Internetnutzer, die eine Information suchen, die erste Quelle. Die deutschsprachige Wikipedia zählt mehr als 1,5 Millionen Artikel. Viele nutzen sie als Internet-Ratgeber, wenn sie sich auf einem Gebiet nicht auskennen: Welche Symptome kennzeichnen diese oder jene Krankheit? Was ist in Urlaubsland xy geboten?

Fast immer sind die Informationen verlässlich. Behalten Sie aber im Hinterkopf: Nicht alle Autoren sind Experten auf dem Gebiet, über das sie schreiben. Manchmal verstecken sich falsche Informationen auf den Wikipedia-Seiten.

So nutzen Sie Internet-Ratgeber richtig

  • Prüfen Sie, wer die Informationen eingestellt hat. Ist der Urheber einer Seite nicht sofort erkennbar, hilft ein Blick ins Impressum. Informationen auf privaten Websites sind oft wertvoll, dienen aber in der Regel kommerziellen Zwecken. Sie sind nicht immer neutral.
  • Bleiben Sie kritisch. Haben Sie Zweifel an der Richtigkeit der Informationen, prüfen Sie sie nach – am besten, indem Sie eine zweite Quelle suchen.
  • Vertrauen Sie bei einem ernsthaften Problem nie einem Internet-Ratgeber, sondern ziehen Sie immer einen Fachmann zurate. Das gilt zum Beispiel bei gesundheitlichen Problemen, rechtlichen Themen oder Geldfragen.

Quelle: HNA

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