Umgang mit Daten von Mitarbeitern und Kunden

Datenschützer will Betrieben auf die Finger sehen

Wiesbaden. Der hessische Datenschutzbeauftragte Prof. Michael Ronellenfitsch will künftig auch Unternehmen auf die Finger schauen, wie diese mit den Daten von Mitarbeitern oder Kunden umgehen.

Bislang ist Ronellenfitsch nur für den staatlichen Bereich verantwortlich. Bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichts am Dienstag in Wiesbaden sprach er sich dafür aus, die Zuständigkeit für beide Bereiche unter einem Dach zusammenzulegen. „Die Behörde ist da und unabhängig, und sie hat die Kapazität“, sagte er.

Mitte April will Ronellenfitsch seinen Vorschlag für eine Neuregelung im Innenausschuss des Landtags vorstellen. Für eine wirksame Kontrolle der Datenschutzbestimmungen im privaten Bereich müsste seine Behörde aber bestimmte Befugnisse erhalten, um etwa Bußgelder verhängen zu können, sagte er. „Ich wäre nicht bereit, den privaten Bereich zu übernehmen, wenn sie mir die Verpflichtung auferlegen, den Mund zu spitzen, aber mir nicht die Möglichkeit geben, zu pfeifen“, betonte Ronellenfitsch. Seine Arbeit wiederum könne dann ein parlamentarisches Gremium kontrollieren. (lhe)

Quelle: HNA

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