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Ernüchterung beim SV Wehen: Kauczinski verliert bei Debüt

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Trainer Markus Kauczinski steht vor einem Spiel im Stadion
Trainer Markus Kauczinski steht vor einem Spiel im Stadion. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Ein ausgeglichenes Spiel, ein umstrittener Elfmeter, eine Niederlage: Das Drittliga-Debüt mit dem SV Wehen Wiesbaden geht für Trainer Kauczinski schief. In der Tabelle macht stattdessen Kaiserslautern den Sprung nach oben.

Kaiserslautern - Markus Kauczinski wirkte ein Stück weit ernüchtert. Die Leistung seines SV Wehen Wiesbaden und das Duell auf Augenhöhe mit dem 1. FC Kaiserslautern stellten den 51-Jährigen zwar weitgehend zufrieden, die 0:1-Niederlage im Verfolgerduell der 3. Fußball-Liga dafür umso weniger. „Die Brutalität und Effektivität haben wir nicht gezeigt. Wenn man das nicht hat, kann man am Ende nicht gewinnen“, sagte Kauczinski, der nach über viereinhalb Jahren unter Rüdiger Rehm sein erstes Ligaspiel als Cheftrainer der Hessen bestritt.

Der Empfang im neuen Club sei überhaupt kein Problem gewesen, schilderte Kauczinski. „Es waren alle sehr aufmerksam und haben sich bemüht, dass ich mich wohlfühle und mich schnell zurechtfinden kann. Die Mannschaft hat eine gute Woche gehabt und ich habe insgesamt einen guten Eindruck“, sagte der Trainer. Er kennt das Gefühl, sich bei einem neuen Club zurechtzufinden, schließlich betreute er in den vergangenen Jahren vor dem SVWW auch schon den Karlsruher SC, den FC Ingolstadt, den FC St. Pauli und Dynamo Dresden.

Sein erstes Pflichtspiel für Wehen hatte Kauczinski schon zuvor verpatzt - mit dem Aus im Hessen-Pokal gegen Türk Gücü Friedberg. Beim 0:1 auf dem Betzenberg brachte ein strittiger Foulelfmeter, den Marlon Ritter zum Siegtor (68. Minute) verwandelte, am Samstag die Entscheidung. Kauczinski wollte die Referees nicht für die Entscheidung kritisieren und merkte an, die Szene sei ohne einen Videobeweis schwer aufzulösen gewesen. Beim Foul an Felix Götze war nur sehr schwer zu erkennen gewesen, ob dieses schon vor der Strafraumlinie begann.

Die Gastgeber wollten die zahlreichen Corona-Ausfälle bestens wegstecken, wie Chefcoach Marco Antwerpen bei Magentasport hervorhob: Man vertraue „jedem Spieler, der aufläuft“. In der Tabelle schoben sich die Pfälzer mit dem Sieg und nun 25 Punkten an die Aufstiegsränge heran. Wehen Wiesbaden, zuvor punktgleich mit dem FCK, verharrt zunächst weiter im Drittliga-Mittelfeld. dpa

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